Mozart Requiem in Niederbrechen (KV626) & Rheinberger Stabat Mater op.138 · Sonntag, 18. März 2012, 17.00 Uhr

Mozart Requiem in Niederbrechen

Am Sonntag, den 18. März 2012, um 17.00 Uhr, gibt es einen besonderen Termin für alle Musikliebhaber aus dem goldenen Grund und Umgebung: Der Limburger Kammerchor und Orchester führt das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart in der Pfarrkirche St. Maximin auf. Vor dem Requiem wird noch das Stabat Mater (op. 138 in g-moll) von Joseph Rheinberger dargeboten. 

Als Wolfgang Amadeus Mozart in seinem Todesjahr 1791 vom exzentrischen Grafen Franz von Walsegg den Auftrag erhielt ein Requiem zu komponieren, hat er nicht ahnen können, welche Bedeutung es heute in der Musikwelt erlangt hat. Die Umstände des Kompositionsauftrags und der zeitliche Zusammenhang mit Mozarts frühem Tod haben sicherlich dazu beigetragen. Mozart wurde während der Arbeit krank und so blieb das KV 626 sein letztes Werk, das auch nur zu zwei Dritteln von ihm selbst verfasst wurde. Um das Werk zu vervollständigen und den Lohn vom Grafen zu erhalten, beauftragte Mozart Witwe Constanze Schüler ihres Mannes mit der Fortsetzung des Requiem. Nach anfänglichen Versuchen von Joseph Eybler wurde die Totenmesse im Wesentlichen von Franz Xaver Süßmayer zu Ende geführt.

Schön kurz nach den ersten Aufführungen gab es immer wieder Versuche, die Unzulänglichkeiten von Süßmayers Ergänzungen im vermeintlichen Sinne von Mozart zu ändern. Besonders intensiv wurde dies in den letzten 40 Jahren betrieben. Der Limburger Kammerchor hat sich für Variante von Franz Beyer (ehemaliger Professor an der Musikhochschule München) in der Fassung von 2005 entschieden. Er bearbeitet vor allem Süßmayrs Instrumentenstimmen und beseitigte Ungeschicklichkeiten im Satz. Beyers behutsame Überarbeitung setzte sich neben der traditionellen Süßmayr-Fassung durch und wurde u.a. von Nikolaus Harnoncourt, Leonard Bernstein und Neveille Marriner aufgenommen.

Das „Stabat mater“ ist ein mittelalterliches Gedicht mit unbekanntem Verfasser, welches den Schmerz Marias um den gekreuzigten Sohn beschreibt. Das Kirchenlied Christi Mutter stand mit Schmerzen (Gotteslob Nr. 584) stellt eine Übertragung ins Deutsche dar.

Der Limburger Kammerchor, verstärkt durch Projektsänger, hat sich intensiv (u.a. mit einem Probewochenende in Kirchähr) auf das Werk vorbereitet und namhafte Mitstreiter für die Aufführung gewonnen. Das Orchester wird größtenteils durch die Streicher des Schöneck Ensembles getragen und durch professionelle und semiprofessionelle Bläser aus dem Limburger Raum ergänzt. Die Orgel wird von der Niederbrechener Kirchenmusikerin Jutta Sode gespielt.

Für die Solopartien wurden die Sopranistin Caterina Meier (Oper Köln), die Altistin Katharina Magiera (Oper Frankfurt), der Tenor Uwe Deller (u.a. Mozarteum Salzburg) und Oratoriensänger Michael Weiß als Bass verpflichtet.

Die musikalische Leitung des Konzertes liegt beim Dirigenten Frank Hilgert.

Karten zu 13 € und 7 € im Vorverkauf gibt es bei Sängern des Chores, sowie von Jutta Sode in Niederbrechen oder per E-Mailbestellung an limburger-kammerchor@gmx.de. An der Tageskasse sind 15 € und 8 € zu entrichten. Die Ermäßigung gilt für Schüler und Studenten. Ausführliche Informationen zum Limburger Kammerchor erhalten sie auf der Homepage des Chores unter www.limburger-kammerchor.de

 

 

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