“Enkeltrick 2.0″ – die neue Form ist hochgradig perfide… jetzt bekommt sogar die Polizei eine Rolle
23. Februar 2012 Hinterlasse einen Kommentar
Region Koblenz, Besondere Form des „Enkeltricks“ kursiert in Koblenz
Die Masche ist eigentlich hinreichend bekannt, geht immer wieder durch die Medien und die Polizei warnt fast monatlich vor dieser besonders hinterhältigen Form des Betrugs, dem „Enkeltrick“.
Mit einer leicht abgewandelten Form haben skrupellose Täter heute in Koblenz einige hundert Euro von einem gutgläubigen und ahnungslosen Bürger erbeutet. Man muss sogar von Glück sprechen, dass es bei dem einen, bisher bekannt gewordenen Fall blieb. Zwei weitere Senioren, die ebenfalls angerufen worden, schöpften sofort Verdacht und verständigten die Polizei.
So läuft der Enkeltrick 2.0 ab:
Ähnlich wie beim „Enkeltrick“ rief ein angeblicher Verwandter bei den betroffenen Senioren an und täuschte eine Notlage vor, die durch einen Verkehrsunfall entstanden sei. Wenige Minuten nach dem ersten Gespräch rief eine zweite Person an, gab sich am Telefon als Polizist aus und drohte, der „Verwandte“ müsse einen bestimmten Geldbetrag zahlen, sonst verliere er aufgrund des Unfalls den Führerschein.
Erkennt der Anrufer, dass sein Opfer auf seinen Betrug eingeht, läuft alles, wie gehabt:
Es wird ein Bote angekündigt, der sich dann und das Geld abholt, weil „man selbst nicht vorbei kommen kann.“ So geschah es auch am heutigen Tage.
Leider fallen häufig, wie im aktuellen Fall, alte oder kranke Menschen den Dreistigkeiten zum Opfer.
Appell der Polizei an die Angehörigen
Aus diesem Grunde gilt auch ein besonderer Appell der Polizei an die Angehörigen, die mit Sorge dafür tragen müssen, dass entsprechende Täter, die oft bundesweit agieren, keine Beute machen können.
Z. B. kann die einfache Löschung des Vornamens oder des kompletten Eintrags aus den online abrufbaren Telefonregistern helfen, dass die potenziellen Opfer solcherlei Anrufe erst gar nicht erhalten.
Die Täter suchen die Telefonverzeichnisse nämlich meist konkret nach „alten“ Vornamen ab und rufen bei Josef, Karl, Maria, Horst oder Liesel an.
Hier noch einige Tipps für Betroffene, die selbst solche Anrufe erhalten:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie nicht zweifelsfrei als solche erkennen.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
- Rufen Sie sofort Ihre nächsten Angehörigen an, wenn Sie einen solchen Anruf mit finanziellen Forderungen erhalten.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
- Informieren Sie unter der Notrufnummer 110 umgehend die Polizei,
wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme auch nur im Ansatz verdächtig vorkommt.
Weitere Vorsorgetipps erhalten Sie bei Ihrer Polizeidienststelle oder unter www.polizei-beratung.de
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Herausgebende Stelle: Polizeipräsidium Koblenz, Moselring 10/12, 56068 Koblenz·Telefon: 0261/103-1
