Lass Dich nicht KO-tropfen!
Pünktlich zum Karneval wird vielerorts vor so genannten K.O.-Tropfen gewarnt. Diese farb-, geruchs- und geschmacksneutralen Betäubungsmittel kommen in Kneipen und Discotheken zum Einsatz. Die Täter mischen sie ihren Opfern, wenn gefeiert wird und ausgelassene Stimmung herrscht, in die Getränke. Ziel ist es, die Opfer mittels der Tropfen kurzzeitig orientierungs-, hilf- oder willenlos zu machen. So können die Täter sie sexuell missbrauchen oder ausrauben. Deshalb: Augen auf, damit die närrischen Tage für Spaß statt für Frust sorgen!

Opferhilfe in Deutschland - Der Weisse Ring e.V. - Wir helfen Kriminalitätsopfern!
K.O.-Tropfen werden oft über Getränke verabreicht. Die Wirkung setzt bereits kurz nach der Einnahme ein und hält in der Regel mehrere Stunden an. Wie schnell und wie lange die Tropfen wirken, ist stark von der Konstitution des betroffenen Menschen abhängig und kann durch den gleichzeitigen Konsum von Alkohol oder anderen Drogen variieren. Die Tropfen bewirken zunächst Wohlempfinden und Entspannung. Später folgt der Einnahme oft ein totaler Gedächtnisverlust. Die auftretenden Symptome werden mit Kontrollverlust, schlagartigem Erinnerungsverlust, Konzentrationsstörungen und Zweifeln an der starken Wirkung des konsumierten Alkohols sowie mit “schlaglichtartigen” Erinnerungen beschrieben. Als Nebenwirkungen treten unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Atemnot, Kopfschmerz, Muskelkrämpfe sowie Verwirrtheit auf. Die unter K.O.-Tropfen zusammengefassten Substanzen werden in der Regel meist unbemerkt verabreicht, um einen anderen Menschen in einen willen-, hilflosen und enthemmten Zustand zu versetzen. K.O.-Tropfen werden oft als “Vergewaltigungsdroge” bezeichnet, weil die Substanz häufig zum Zweck des sexuellen Missbrauchs eingesetzt wird. K.O.-Tropfen werden aber häufig auch mit dem Ziel verabreicht, das Opfer auszurauben. Dabei kann es zum einen vorkommen, dass einem Menschen Handtasche, Geldbörse oder Handy geraubt werden, oder dass unter Umständen sogar Wertgegenstände aus der Wohnung des Opfers entwendet werden.
Der WEISSE RING empfiehlt daher:
■ Das eigene Glas nie unbeobachtet lassen!
■ Das eigene Glas unausgetrunken stehen lassen, wenn man sich nicht sicher ist!
Kein offenes Getränk von Leuten annehmen, die einem nicht bekannt sind! Sich nicht dazu überreden lassen!
■ Personen meiden, die einem „komisch” vorkommen!
■ Auf das eigene „Bauchgefühl” hören!
■ Freunde, Bekannte oder das Personal ansprechen und um Hilfe bitten, wenn man sich unwohl fühlt oder einem schlecht wird!
■ Nicht zögern, den Ort (Party, Disco) zu verlassen!
■ Sich bei einem Verdacht der Gesundheitsgefährdung durch K.O.-Tropfen einem Arzt anvertrauen oder direkt in die Ambulanz eines Krankenhauses fahren!
■ Sich um Freunde kümmern, die zu viel getrunken haben! Unterstützung organisieren!
■ Im Zweifel immer die 110 (Polizei-Notruf) oder die 112 (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst) anrufen!
■ 116 006 wählen (tägl. von 7-22 Uhr) – das kostenfreie Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS!

Weisser Ring e.V. Aussenstelle Limburg-Weilburg
WEISSER RING e. V.
Aussenstelle Limburg-Weilburg
Leitung: Tanja Kachler
Postfach 1241 · 56451 Westerburg
Telefon: 02663/9164847
oder:

- Bundesweites Opfer-Telefon 116 006
50.361470
8.158760