Kieswerk Werschau: Bürgerinitiative startet ins entscheidende Jahr 2015

Nachdem das Kieswerk Ende 2014 den neuesten Stand der Planungen zur Erweiterung des Abbaus in Werschau dargelegt hat, geht das Verfahren nun vermutlich bald in die nächste Runde. „Es hat sich im Wesentlichen nichts an den Plänen geändert“, so der Vorsitzende der „Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerks Werschau e.V.“, Dominik Schlenz. „Angekündigt ist, dass die Planungen final sind und das offizielle Verfahren sehr bald starten wird. Dann gilt es, die offengelegten Unterlagen gründlich durchzuarbeiten und die in den vergangenen Monaten gesammelten Fakten als Einwendungen zu formulieren.“

Zur Vorbereitung trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative mit den heimischen Landtagsabgeordneten. Joachim Veyhelmann (CDU) interessierte sich vor allem für die Problematik der Brecher Trinkwasserquelle und deren potentielle Gefährdung durch den Kiesabbau. Hier gelte es, grundsätzlich den Wert des Schutzgutes Trinkwasser gegenüber dem Kiesabbau zu klären. Veyhelmann sagte eine entsprechende Anfrage an die betroffenen Stellen zu. Der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias Eckert informierte sich insbesondere über die Abstandsproblematik. Bekanntlicherweise soll der Abbau in nur 100 Meter Entfernung vom Ort erfolgen. Die Bürgerinitiative betonte, dass in angrenzenden Bundesländern Mindestabstände von 300 Metern zu Wohngebieten gelten, um die Belastungen der betroffenen Bürger möglichst gering zu halten. „In Hessen haben wir eine vergleichbare Thematik bei der Trassierung der neuen Stromleitungen“, so Eckert. „Auch ohne dezidierte Abstandsregeln setzt sich hier langsam ein Umdenken durch.“

Veyhelmann zeigte sich beeindruckt von der sachlichen Arbeit der Bürgerinitiative in enger Kooperation mit der Gemeinde Brechen. „Wenn erst die Bagger rollen, dann ist es zu spät“ betonte Eckert und stellte heraus, dass  sich die Arbeit der „Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Kieswerks Werschau e.V. “ durch ihr Engagement in diesem frühen Projektstatus positiv von anderen Bürgerinitiativen abhebt.

Beide Landtagsabgeordnete kündigten an in engem Kontakt mit der Bürgerinitiative zu bleiben und sich im Detail über die Thematik und deren Sachstand bei den zuständigen Behörden zu informierien. Auch mit ihren Fraktionskollegen wollen sie sich über vergleichbare Fälle austauschen. © Fotos/Text: http://www.stop-kieswerk-werschau.de/

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