Beeindruckende Ausstellung gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen: „Vom Überleben zu einem würdevollen Leben“

Beeindruckende Ausstellung gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen: „Vom Überleben zu einem würdevollen Leben“

Limburg. –  „Vom Überleben zu einem würdevollen Leben“, unter diesem Motto will eine Ausstellung sexualisierte Gewalt gegen Frauen sichtbar machen und damit betroffenen Frauen Hilfe in ihrer Notlage zukommen lassen. Die Präsentation ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe im Landkreis Limburg-Weilburg zum diesjährigen Internationalen Frauentag.  Zusammen mit den Veranstalterinnen Heike Bausch (Gegen unseren Willen – Beratungs- und Präventionsstelle zu sexueller Gewalt), der Frauenbeauftragten Carmen von Fischke (Stadt Limburg) und Ute Jungmann-Hauff (Kreisfrauenbeauftragte) eröffnete Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn die Ausstellung im Historischen Rathaus in Limburg.

Bürgermeister Hahn lobte das Engagement der Veranstalterinnen und zeigte sich erschrocken über die Ergebnisse einer Studie des Bundesverbandes der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe, die besagt, dass in Deutschland jede siebte Frau schwere sexualisierte Gewalt erlebt. Nur ein Bruchteil der Taten wird angezeigt, die wenigsten Täter werden verurteilt.

Die Frauenbeauftragten Carmen von Fischke und Ute Jungmann-Hauff warben für den Internationalen Frauentag und warnten vor einem frauenpolitischen Stillstand. Nach dem Motto, „es muss sich etwas bewegen“ forderten sie die Gleichberechtigung von Frauen in allen Lebensbereichen. „Die Sexualrechtsreform im letzten Jahr“, so Jungmann-Hauff, „hat etwas bewegt, denn nun gilt `Nein heißt Nein`. Täter, die sich über ein „Nein“ hinwegsetzen, werden bestraft.“

Heike Bausch von der Beratungsstelle „Gegen unseren Willen“, bedankte sich beim Westerburger Notruf. Zusammen mit 18 betroffenen Frauen wurde dort diese Ausstellung erarbeitet. Begleitend las Anni Vollmer beeindruckend aus den Biographien der Frauen vor und berührte so die anwesenden Gäste: „Es passt grad nicht“. Die Geschichte einer Frau, die über ihren Missbrauch gerne gesprochen hätte aber immer zur Antwort bekam, „es passt grad nicht!“ Am Ende hätte sie gern gesagt: „Ich möchte heute keine Vergewaltigung“ – es passt grad nicht!

Die Ausstellung ist noch bis Freitag, 10 März, von 10 bis 17 Uhr, im Historischen Rat- haus, Fischmarkt 21, in Limburg zu sehen.

Schulklassen – ab 10. Klasse – und Gruppen werden um Anmeldung gebeten bei Gegen unseren Willen, Tel 06431 – 92343 oder unter kontakt@gegen-unseren-willen.de.  © Landkreis Limburg-Weilburg

 

Bundesweites Hilfstelefon „Gewalt gegen Frauen“ in Deutschland kostenlos und vertraulich.

Telefon: 08000 116 016

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