Innenminister Peter Beuth: „Druck auf reisende Tätergruppen weiter hochhalten“ · WED-Länderkooperation: 800 Polizeibedienstete kontrollieren hessenweit

Innenminister Peter Beuth: „Druck auf reisende Tätergruppen weiter hochhalten“ · WED-Länderkooperation: 800 Polizeibedienstete kontrollieren hessenweit

 Wiesbaden. Im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls (WED) richtet die hessische Polizei landesweit Kontrollstellen an Bundesautobahnen sowie Bundes- und Landstraßen ein. Von heute bis zum kommenden Samstag werden dabei rund 800 Beamtinnen und Beamte hessenweit in Absprache mit den beteiligten Nachbarländern im Einsatz sein. Den Schwerpunkt bildet dabei der Bereich des Polizeipräsidiums Südhessen mit fast 170 eingesetzten Polizeibediensteten.

„In Hessen haben wir es im Jahr 2016 dank unseres vielfältigen Maßnahmenpakets, zu dem auch die Länderkooperation gehört, geschafft, die Fallzahlen des Wohnungseinbruchdiebstahls um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr stark zu reduzieren. Damit einher geht auch die weiter steigende Quote der abgebrochenen Einbruchsversuche, die mittlerweile einen neuen Bestwert von 46,5 Prozent an der Gesamtzahl der Wohnungseinbruchdiebstahl-Delikte ausmacht. Die hessische Polizei geht auch weiterhin konsequent gegen diesen Deliktsbereich vor. Mit unserer Kontrollaktion halten wir den Druck insbesondere auf reisende Tätergruppen hoch, die sich nicht für unsere Ländergrenzen interessieren. Die länderübergreifende Kooperation ist dabei ein bedeutsames Mittel“, so der Hessische Innenminister Peter Beuth.

Neben der Länderkooperation und grundsätzlichen präventiven und repressiven Maßnahmen setzt die hessische Polizei auch auf technische Neuerungen: Das Computer-Programm „KLB operativ“, das von hessischen Polizisten erfunden und entwickelt wurde, erlaubt es künftig, mögliche Einbruchziele zu prognostizieren und Täter durch den zielgerichteten Einsatz polizeilicher Kräfte im direkten Tatumfeld dingfest zu machen. Die neue Prognose-Software leitet aus den polizeilichen Datenbeständen räumliche und zeitliche Schwerpunkte ab und erkennt bestimmte Verhaltensmuster der Täter.

Auf der Grundlage der Ergebnisse werden an jedem Morgen eine Einsatzplanung und ein Bekämpfungskonzept für die nächsten 24 Stunden erstellt. Mit dieser verbesserten Kriminalitätsanalyse können die Einsatzkräfte sehr gezielt in ausgewiesenen Brennpunktregionen zu tatrelevanten Zeiten eingesetzt werden. Mit Beginn der sogenannten dunklen Jahreszeit im Herbst 2017 wird die Software hessenweit zum Einsatz kommen.

Im präventiven Bereich bietet die hessische Polizei Bürgerinnen und Bürgern umfangreiche Beratung an. Dabei zeigt sie praktisch, wie die eigenen vier Wände durch mechanische Sicherungen, Überfall- und Einbruchmeldeanlagen sowie durch Videoschutz sicherer werden können. „Wir haben die polizeiliche Kriminalprävention in den vergangenen Jahren spürbar gestärkt. Den Einbau von Sicherungstechnik an Wohnungen und Häusern wird seitens des Landes mit KfW-Mitteln gefördert“, so Innenminister Peter Beuth. © HMdIS

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s