Leuchtturm-Projekt: Kultusminister Lorz lobt das „Limburger Modell“ als Vorbild für die Berufsvorbereitung – Schule im Emsbachtal ist dabei ! · Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute das Berufsschulzentrum in Limburg besucht und sich dabei über das „Limburger Modell“ informiert.

Leuchtturm-Projekt: Kultusminister Lorz lobt das „Limburger Modell“ als Vorbild für die Berufsvorbereitung – Schule im Emsbachtal ist dabei ! · Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute das Berufsschulzentrum in Limburg besucht und sich dabei über das „Limburger Modell“ informiert.

Es sieht eine zur Kooperation zwischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in der Region zur vertieften Berufsorientierung vor. „Das ‚Limburger Modell‘ stellt ein besonderes Leuchtturm-Projekt in der hessischen Bildungslandschaft dar, das mit seiner Arbeit unsere Schülerinnen und Schüler fit für die zukünftige Arbeitswelt macht. Die beteiligten Akteure haben hier etwas wirklich Besonderes auf die Beine gestellt, das den Jugendlichen die einmalige Gelegenheit bietet, Ausbildungsberufe im regulären Schulalltag über einen längeren Zeitraum vertieft kennenzulernen und damit die eigenen Talente und Interessen zu erforschen“, erklärte der Kultusminister bei einem ausführlichen Rundgang durch Kurse an der Adolf-Reichwein-, der Friedrich-Dessauer- und der Peter-Paul-Cahensly-Schule im Berufsschulzentrum Limburg.

Ein breites Spektrum der Arbeitswelt abdecken
Kerngedanke des „Limburger Modells“ ist, dass Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen von Limburger Haupt- und Realschulen über ein ganzes Schuljahr an einem Tag pro Woche die beteiligten Berufsschulen mit ihren jeweiligen Schwerpunkten besuchen. Es wurde zum Schuljahr 2011/2012 ins Leben gerufen und wird neben den drei genannten Schulen im Berufsschulzentrum außerdem noch getragen von der Glasfachschule Hadamar auf Seiten der beruflichen Schulen, sieben allgemeinbildenden Schulen und einer Förderschule des Landkreises Limburg-Weilburg. Dabei verbringen die Schülerinnen und Schüler in den jeweils von ihnen gewählten vier Berufsfeldern (insgesamt stehen 20 zur Auswahl) zwischen acht und neun Wochen in ihrer „Partnerschule“. Dabei reicht das Spektrum der Berufsfelder von Gesundheit, Ernährung und Gastronomie über Metalltechnik und KFZ-Technik bis hin zu Wirtschaft und Verwaltung und deckt damit ein breites Spektrum der Arbeitswelt ab. Zum Abschluss der jeweiligen Besuche bzw. Projekte an den „Partnerschulen“ bekommen die Jugendlichen auch eine Note, die in den Halbjahres- und Jahreszeugnissen in Arbeitslehre ausgewiesen wird. Außerdem erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine Teilnahmebescheinigung für ihre späteren Bewerbungsunterlagen. Insgesamt nehmen pro Schuljahr bis zu 450 Jugendliche am „Limburger Modell“ teil, rund 60 Lehrkräfte aller Schulen sind an der Umsetzung beteiligt.

„Durch die geographische Nähe und unserem breiten Angebot ergänzen sich die beruflichen Schulen sehr gut und können so eine optimale und breite Berufsorientierung bieten, die einzigartig in Hessen ist“, erklärte Ralf Abel, Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule stellvertretend für die vier beteiligten Berufsschulen.

Die Handwerkskammer Wiesbaden hat im vergangenen Dezember das „Limburger Modell“ mit dem erstmals verliehenen „Berufsorientierungspreis“ ausgezeichnet. „Eine gezielte Berufsvorbereitung ist in der heutigen Zeit das A und O für das spätere Arbeitsleben. Je früher und intensiver die Schülerinnen und Schüler Berufe kennenlernen, desto besser können sie letztendlich eine Entscheidung treffen, die ihren persönlichen Talenten, Neigungen und Interessen entspricht. Daher begrüße ich diese Kooperation hier in der Region ganz ausdrücklich und danke allen engagierten Schulen, ihren Lehrkräften und den vielen weiteren beteiligten Akteuren für ihre Arbeit“, so Lorz abschließend.

Hintergrund:
Partner im Rahmen des „Limburger Modells“ sind neben den bereits genannten beruflichen Schulen außerdem folgende allgemeinbildenden Schulen:

Astrid-Lindgren-Schule Limburg (Förderschule)
Erlenbachschule Elz (Grund-, Haupt-, Real- und Mittelstufenschule)
Freiherr vom Stein-Schule Hünfelden (kooperative Gesamtschule)
Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule Limburg (Haupt- und Realschule)
Schule im Emsbachtal Brechen (Grund- und Hauptschule)
Leo-Sternberg-Schule Limburg (Grund-, Haupt- und Realschule)
Taunusschule Bad Camberg (Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe)
Theodor-Heuss-Schule Limburg (Grund-und Mittelstufenschule) © HKM

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