Innenminister Peter Beuth: „Härtere Strafen sind das richtige Signal“ Innenminister Peter Beuth begrüßt Verschärfung bei Einbruchdiebstahl

Innenminister Peter Beuth: „Härtere Strafen sind das richtige Signal“ Innenminister Peter Beuth begrüßt Verschärfung bei Einbruchdiebstahl

Wiesbaden. Der Hessische Innenminister Peter Beuth hat die Entscheidung der Bundesregierung den Wohnungseinbruchdiebstahl (WED) härter zu bestrafen, begrüßt. Künftig soll eine Mindeststrafe von einem Jahr gelten und der sogenannte „minder schwere“ Fall wird abgeschafft. „Wohnungseinbrüche hinterlassen immer wieder traumatisierte und verängstigte Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihren eigenen Wänden nicht mehr sicher fühlen. Die Bundesregierung sendet mit ihrer Entscheidung ein eindeutiges und richtiges Signal: ein Wohnungseinbruchdiebstahl ist ein Verbrechen und muss deshalb auch ausnahmslos hart bestraft werden“, so der Innenminister.

In Hessen sanken die Fallzahlen im Bereich des WED im Jahr 2016 mit insgesamt 10.405 Fällen um 10,3 Prozent (2015: 11.595) auf den tiefsten Stand seit 2010. Dabei erreichte die Versuchsquote 2016 den Bestwert von 46,5 Prozent – damit konnten die tatsächlich vollendeten Wohnungseinbruchdiebstähle im Langzeitvergleich über die letzten 20 Jahre mehr als halbiert werden: Verzeichnete die PKS im Jahr 1997 noch 12.288 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle, ist die Zahl im Jahr 2016 auf 5.569 gesunken.

„Wir haben in Hessen Einbrecherbanden den Kampf angesagt und dort bewusst einen Schwerpunkt gelegt. Der Wohnungseinbruchdiebstahl ist ein schwer zu bekämpfendes Deliktfeld, bei dem nur ein ganzes Bündel von Maßnahmen zum Erfolg führen kann. Die geplante Gesetzesverschärfung der Bundesregierung ist ein weiterer wichtiger Baustein“, sagte Peter Beuth. Mit dem Rückgang der Fallzahlen im Bereich des WED habe Hessen den Trend der vergangenen Jahre durchbrochen.

„Wir haben letztes Jahr ein Paket aus präventiven und repressiven Maßnahmen auf den Weg gebracht, das sich bereits messbar auf die Statistik ausgewirkt hat. Eine ganz wichtige Rolle spielen dabei die verstärkten Präventionsbemühungen der Polizei. Die Beratung wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen und viele sind bereit, in Sicherungsmaßnahmen an ihren Wohnobjekten zu investieren. Allein im vergangenen Jahr haben die Experten der hessischen Polizeipräsidien und des Hessischen Landeskriminalamts fast 8.000 Kriminalpolizeiliche Beratungen durchgeführt“, betonte der Innenminister.

Das Land setzt bei der Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls auf ein Maßnahmenbündel, das neben der Prävention aber auch aus polizeilichen Kontrollmaßnahmen insbesondere auf die Intensivierung des täterorientierten Ermittlungsansatzes setzt. „Der Beitritt zur Länderkooperation Wohnungseinbruchdiebstahl der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz war dabei ein weiterer wichtiger Schritt. Zudem wird die Analyse für den Deliktsbereich des Wohnungseinbruchdiebstahls zunehmend durch unsere Prognosesoftware Kriminalitätslagebild  operativ unterstützt, die wir im Juli 2016 vorgestellt haben. KLB-operativ wird in der nächsten Dunklen Jahreszeit in allen Polizeipräsidien zur Anwendung kommen“, so Innenminister Peter Beuth. Nützliche Tipps für Bürgerinnen und Bürger und alle Landesprogramme zum WED finden sich auf der Seite www.polizei.hessen.de. © HMdIS

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s