Erneut Vogelgrippefall in Kassel · Bei einem toten Mäusebussard wurde das Virus H5N8 nachgewiesen

Erneut Vogelgrippefall in Kassel · Bei einem toten Mäusebussard wurde das Virus H5N8 nachgewiesen 

Ein Mäusebussard, der Ende März in Kassel tot aufgefunden wurde, war mit dem hochpathogenen Vogelgrippe-Virus infiziert. Das nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Vorbefund des Hessischen Landeslabors (LHL) bestätigt. Insgesamt hat das LHL in Gießen seit Anfang November vergangenen Jahres etwa 3.600 Proben von Vögeln auf das Virus H5N8 untersucht. Damit gibt es seit Ausbruch der Vogelgrippe in Hessen nun 64 bestätigte Fälle des aktuellen Erregers, darunter 63 Wildvögel und einen Rosapelikan aus dem Opel-Zoo.

Der tote Wildvogel war im Rotdornweg in der Stadt Kassel verendet gefunden worden. Im Umkreis von drei Kilometern befinden sich etwa 30 kleinere Geflügelbetriebe und Hobbyhaltungen. Sie werden vom Veterinäramt der Stadt Kassel weiterhin auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen. Ein Teil der Betriebe wurde bereits im Zusammenhang mit dem positiven Graureiher-Fund Anfang März überprüft. Alle anderen werden im Laufe der nächsten Woche untersucht. Das Veterinäramt der Stadt Kassel wird keine Restriktionszonen einrichten.

Das hessische Umweltministerium weist darauf hin, dass trotz des nun gefundenen Tieres die Stallpflicht in Hessen weiterhin landesweit aufgehoben ist. Ausgenommen davon sind lediglich die definierten Risikogebieten in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen sowie die aufgrund von Vogelgrippefällen eingerichteten und noch bestehenden Restriktionszonen. Auch weist das Ministerium nochmals darauf hin, dass es wichtig ist, die Biosicherheitsmaßnahmen weiter einzuhalten. Denn dies ist unabhängig von der Stallpflicht der beste Schutz vor einer Einschleppung der Vogelgrippe.

Mehr allgemeine Informationen finden Sie auch unter: https://umweltministerium.hessen.de/verbraucher/tiergesundheit-tierseuchen/tierkrankheiten-tierseuchen/aviaere-influenza-gefluegelpest

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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