Rudi-Wagner-Stiftung unterstützt pro familia Limburg

Der Erlös der Rudi-Wagner-Stiftung aus dem Jahr 2016 kommt der Beratungsstelle von pro famila in Limburg zugute. Amtsleiter Thomas Krug (links) und Bürgermeister Dr. Marius Hahn überreichten die Spende an (von rechts) Sandra Pappert-Rausch, Brigitte Podlich, Sandra Völpel und Karin Hannappel. Foto: Stadt Limburg

Rudi-Wagner-Stiftung unterstützt pro familia Limburg

Im kommenden Jahr feiert die Beratungsstelle pro familia in Limburg Geburtstag, 25 Jahre ist sie dann in der Stadt. Ein vorgezogenes Geschenk gab es nun vorab in Form eines Schecks. Bürgermeister Dr. Marius Hahn und Thomas Krug als Leiter des Amts für soziale Betreuung überreichten 1316,58 Euro. Der Betrag entspricht dem im vergangenen Jahr erzielten Erlös der Rudi-Wagner-Stiftung.

Die Beratungsstelle war zur Spendenübergabe stark vertreten: Brigitte Podlich, die Vorstandsvorsitzende des in Wiesbaden angesiedelten Trägervereins, Geschäftsleiterin Sandra Pappert-Rausch sowie die Limburger Kräfte Sandra Völpel (Sexualberaterin) und Karin Hannappel (Erstkontakt/Verwaltung). Über mangelnde Arbeit braucht das Team nicht zu klagen. Rund 450 Einzelberatungen im Jahr, 40 Schulklassen sowie neue Herausforderungen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu gehört zum Beispiel die Beratung für Menschen mit Behinderungen und deren Umfeld.

Dort soll die Zuwendung der Rudi-Wagner-Stiftung auch eingesetzt werden. Ein Workshop für Menschen mit geistiger Behinderung soll angeboten werden, wobei Jugendliche und junge Erwachsene die Zielgruppe sind. Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden in ihrer Wahrnehmung zu sensibilisieren und sie vor möglichen sexuellen Übergriffen zu schützen. Dazu ist es nach Einschätzung der Beraterinnen notwendig, die hierfür benötigte psychosexuelle Integrität zu entwickeln.

Eine neue Herausforderung kommt durch Menschen mit Migrationshintergrund. Eltern werden zum Beispiel durch ihre Kinder mit Sexualunterricht in der Schule konfrontiert, in den Herkunftsländern war die „Aufklärung“ Aufgabe der Tanten und Onkel. Oder es gibt Fragen von Frauen darüber, ob es in Deutschland Beschneidung gibt. Und auch die Beratung von Frauen, die in ihrem Heimatland, auf der Flucht oder in Einrichtungen für Flüchtlinge in Deutschland Opfer sexueller Gewalt geworden sind, gehört zu den Aufgaben von pro familia, wie Sandra Völpel und Sandra Pappert-Rausch erläuterten.

Die Erlöse der Rudi-Wagner-Stiftung werden gemäß der Stiftungsurkunde für die Unterstützung geistig und körperlich behinderter Kinder und Jugendlicher verwendet. Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die finanzielle Förderung gemeinnütziger Vereine und Organisationen verwirklicht, die sich der Betreuung behinderter Kinder und Jugendlicher verpflichtet haben. Über die Verwendung des Stiftungserlöses entscheidet der Limburger Bürgermeister.

Die Rudi-Wagner-Stiftung wurde im Jahr 1980 durch den ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Eschhofen, Rudi Wagner, und dessen Ehefrau Maria gegründet. Grundstock war ein ansehnlicher Geldbetrag aus dem Privatvermögen des Ehepaares Wagner. Durch verschiedene Zustiftungen und Spenden ist das Stiftungskapital auf über 143.000 Euro angewachsen. Zusammen mit dem Spendenbetrag des Jahres 2016 wurden durch die Rudi-Wagner-Stiftung seit ihrer Gründung bereits fast 181.000 Euro den verschiedensten Institutionen und Einrichtungen sowie Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Zustiftungen und Spenden zur Rudi-Wagner-Stiftung sind jederzeit willkommen; das geschieht über Einzahlungen auf das städtische Konto. Vorschläge und Anträge für die Verwendung der Mittel können an den Magistrat der Kreisstadt Limburg, Amt für soziale Betreuung, gerichtet werden. Nähere Informationen gibt es jeweils von Thomas Krug, E-Mail: thomas.krug@stadt.limburg.de oder unter Tel. 06431 203274. © Stadt Limburg

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