Limburg: Fahrräder verbessern die Mobilität

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (4.v.l.), Melanie Weil (Integrationsbeauftragte (6.v.l.), Jana Ries (Fundbüro, links) und Gregor Benner (rechts), Organisator des Fahrradaktionstages der Stadt, übergaben die Fahrräder, die sich im Fundbüro angesammelt hatten, an die Vertreter verschiedener Helferkreise, die die Räder in einen verkehrssicheren Zustand versetzen und sie dann Flüchtlingen zur Verfügung stellen. Foto: Stadt Limburg

Limburg: Fahrräder verbessern die Mobilität 

Für viele Menschen, die aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Somalia vor Krieg, Tod und unmenschlichen Lebensbedingungen fliehen und in Limburg eine neue Heimat finden wollen, sind Fahrräder ein wichtiges Verkehrsmittel. Sie bedeuten ein deutliches Plus an Mobilität, auch wenn das aus Sicht des autofahrenden Mitbürgers kaum nachvollziehbar ist. Fahrräder sind also wichtig, aber auch teuer. Andererseits gibt es immer wieder Räder, die von ihren Eigentümerinnen und Eigentümern abgestellt und nicht mehr abgeholt werden. Irgendwann laden sie dann im Fundbüro der Stadt.

Und wenn eine Frist von mindestens sechs Monaten verstrichen ist und sich in dieser Zeit kein Eigentümer meldet, dann können die Räder weitergegeben werden, erläutert Jana Ries vom Fundbüro der Stadt. Zwölf Räder waren dort nun zusammengekommen. Und neue Nutzer sind schon gefunden. Die Räder werden den einzelnen Flüchtlingshilfen in der Stadt überlassen, die sie wiederum an die Flüchtlinge weitergeben.

Vorher muss allerdings etwas Arbeit in die Räder investiert werden, denn nur in einem straßentauglichen und verkehrssicheren Zustand werden sie weitergegeben. Deshalb gibt es in den verschiedenen Flüchtlingshilfen teilweise richtige Fahrradwerkstätten oder es kümmern sich Einzelpersonen um die Reparatur. „Herzlichen Dank an alle, die vorbildlichen Einsatz zeigen“, würdigte Bürgermeister Dr. Marius Hahn das Engagement während der Fahrradübergabe.

Norbert Eufinger von der Fahrradwerkstatt des Helferkreises in Dietkirchen wartete noch mit einer Bitte auf. Schulungsmaterial wird noch benötigt, denn allein mit verkehrssicheren Fahrrädern ist es nicht getan. Auch eine Art Fahrschule ist angesagt, um das richtige Verhalten im Verkehr zu vermitteln. In den kommenden Wochen stehen wieder Schulungen an.

Bisher wurden die im Fundbüro zusammenkommenden Räder regelmäßig versteigert, zuletzt während des Fahrradaktionstags im vergangenen Jahr. Das entfällt nun beim Aktionstag, der am Samstag, 22. April, stattfindet. Dafür werden sich die Fahrradwerkstätten der Helferkreise während des Aktionstages vorstellen, der auf dem Bahnhofsplatz und in der WERKStadt in der Zeit von 10 bis 16 Uhr stattfindet. Und funktionsfähige Fahrräder werden noch gesucht. Wer Räder abgeben will, kann sich mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Limburg, Melanie Weil, in Verbindung setzen: Per Mail an melanie.weil@stadt.limburg.de oder telefonisch unter 06431 203283.

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