Die ganze Vielfalt des Fahrrads – Fahrradaktionstag der Stadt Limburg

Die ganze Vielfalt des Fahrrads – Fahrradaktionstag der Stadt Limburg

Das große Plus gegenüber dem Vorjahr: Es blieb trocken. Die Temperaturen ließen für Radfahrer zwar noch zu wünschen übrig, doch der Fahrradaktionstag der Stadt auf dem Bahnhofplatz und in der WERKStadt kam gut an.

Alles dreht sich ums Fahrrad. Das gilt zumindest einmal im Jahr für einen kleinen Bereich der Stadt. Immer dann, wenn der Fahrradaktionstag ist. Doch Bürgermeister Dr. Marius Hahn, am Samstag selbst mit dem Rad angestrampelt und Teilnehmer der angebotenen Tour, machte deutlich: „Wir müssen umdenken!“ Dabei geht es nicht um einen „Verdrängungswettbewerb“, sondern um eine Ergänzung und eine Alternative zum Umsteigen: Von vier auf zwei Rädern, dort wo es angebracht ist. Den Hebel umlegen, das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel in den Köpfen zu verankern, das müsse ein Ziel sein, machte der Bürgermeister im Gespräch mit Nicole Frenken, die als Moderatorin am Fahrradaktionstag fungierte, deutlich.

Wie vielfältig das Gefährt auf zwei Rädern ist, was alles in ihm steckt, das wurde an dem von Gregor Benner organisierten dritten Fahrradaktionstag der Stadt deutlich. Velo-Taxis luden zu einer Fahrt ein und standen auch auf dem Europaplatz zur Verfügung, auf dem die Whisky-Messe reichlich Zulauf hatte. Der RMV zeigte an seinem Stand, wie einfach das Umsteigen von Bus und Bahn auf Fahrrad geht. Die Bike-Villa demonstrierte ebenso wie die Werkstatt der Lebenshilfe neben dem Service den Einsatz von E-Power bei der Fortbewegung auf zwei Rädern.

Die Alltagstauglichkeit des Fahrrads unterstrich ein kleiner Wettbewerb am Nachmittag, da galt es einen von Tegut zusammengestellten Einkaufskorb möglichst schnell und schadlos in Packtaschen zu verstauen. Ob das Fahrrad zum Alltag taugt, das war auch schon in früheren Zeiten ein wichtiges Thema, wie eine Ausstellung mit historischen Dokumenten aus dem Limburger Fahrradgeschichte am Stand der Stadt verdeutlichte. Dass die Stadt in der Neuzeit angekommen ist, darauf verwies Wilfried Ohlemacher von der Stadtlinie, die nicht nur für den innerstädtischen Busverkehr und die Parkraumbewirtschaftung in Limburg verantwortlich ist, sondern auch moderne Möglichkeiten zum sicheren Abstellen von Fahrrädern zur Verfügung stellt.

Sicherheit ist natürlich ein Thema, das auch die Fortbewegung auf zwei Rädern betrifft. Die Polizei war wieder anwesend, um Fahrräder mit einer registrierten Codenummer zu versehen. Das erleichtert bei einem Diebstahl das Auffinden der Eigentümer, so Mariana Wüst von der Polizeidirektion. Um die Sicherheit auf den zwei Rädern kümmert sich die Kreisverkehrswacht, die unter anderem mit einem kleinen Hindernisparcours vertreten war. Doch der Radfahrunterricht für Kinder beinhaltet noch mehr, wie Frank Zimmer verdeutlichte. Es geht dabei auch um darum, den Weg zur Schule selbstständig zu bewältigen – ohne Elterntaxi.

Fahrrad im Alltag, das ist auch immer wieder ein Thema des ADFC. Christine Rhodes wies dabei auf verschiedene Aktionen hin. Mario Iltisberger und Jason Rhodes führten dann eine kleine Radtour nach Diez an und erläuterten dabei auch die Sehenswürdigkeiten, die auf der Strecke liegen. Fahrrad und Alltag, das ist auch ein Thema der Helferkreise für die Flüchtlinge. „Fahrräder verbessern die Mobilität“, machte Norbert Eufinger deutlich, der mit einigen Mitstreitern an einem Stand über die Aktivitäten informierte und dafür warb, weitere Räder den Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen.

Wie Radfahren auf einem Rad funktioniert, das demonstrierten die „Wild Ducks“ aus Lohrheim. Der Nachwuchs der Einradfahrer aus dem Aartal spielte in der WERKStadt Einrad-Hockey und drehte auf dem Posthof eindrucksvoll ab und zu mal einige Runden.

200 Jahre wird das Fahrrad in diesem Jahr alt. Einen Einblick in die Geschichte und Entwicklung des Zweirads gewährte das Mobile Fahrradmuseum aus Bad Brückenau. Auf zwei Standflächen präsentierte das Museum zahlreiche Varianten, angefangen von dem Nachbau eines Laufrades aus Holz, über Hochräder bis hin zu Entwicklungen und Fahrradmoden der jüngeren Zeit, dabei durfte das Bonanza-Rad natürlich nicht fehlen. Eine Probefahrt auf so manch historischem Gefährt war durchaus möglich und es entwickelten sich auch einige vertiefenden Diskussionen darüber, warum sich einige Techniken nicht durchsetzen. © Limburg.de

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