„Meet! Up“ überzeugt Kommunalpolitiker · Mitglieder des Arbeitskreises Soziales der CDU-Kreistagsfraktion besuchen Modellprojekt in Limburg

Besuchten auch die Kreativwerkstatt: Sozialpolitiker der CDU-Kreistagsfraktion und Vertreter des Jobcenters

„Meet! Up“ überzeugt Kommunalpolitiker · Mitglieder des Arbeitskreises Soziales der CDU-Kreistagsfraktion besuchen Modellprojekt in Limburg

Mitglieder des Arbeitskreises Soziales der CDU-Kreistagsfraktion haben sich jetzt in Limburg über das Modellprojekt „Meet! Up“ des Jobcenters Limburg-Weilburg informiert.

Im Fokus dieses Modells stehe nicht der unmittelbare Ausbildungserfolg, berichtete Projektleiterin Monika Öttl-Pabst vom Bildungsträger GFBI. Vielmehr sollen die jungen Leute mit zum Teil ausgeprägten Integrationshemmnissen zunächst verstehen und erleben lernen, was sie bereits können. Auf diese Weise werde eine Bindung an das Seminar aufgebaut. Mit der gewonnenen Sicherheit, könnten die Jugendlichen dann weitere Hürden in Richtung Ausbildung nehmen. Dass eine solche Bindung von wesentlicher Bedeutung für den späteren Maßnahmeerfolg sei, bestätigte auch Reinhard Penner, Geschäftsführer des Jobcenters Limburg-Weilburg, denn erfahrungsgemäß sei das Durchhaltevermögen der jugendlichen Maßnahmeteilnehmer erheblich von der Attraktivität des Seminars abhängig. Hier werde erstmals ein Angebot in Form eines Jugendzentrums gemacht, an dem ein Kreativbereich, eine Fahrradwerkstatt, ein Bewerbungscenter sowie eine Küche angegliedert sind. Teilnehmer können kostenlos an den Mahlzeiten teilnehmen, die gemeinsam unter Aufsicht einer Hauswirtschafterin zubereitet werden. Schulisches Arbeiten, sozialpädagogische Begleitung, psychologische Beratung und Workshops runden das Projekt ab.

Viele Teilnehmer machten hier erstmals die Erfahrung, so angenommen zu werden, wie sie sind – ohne dass gleich Druck ausgeübt und dadurch eine Verweigerungshaltung ausgelöst werde, berichtete Öttl-Pabst. Ein Fernbleiben werde in Absprache mit dem Jobcenter nicht sofort sanktioniert. Dadurch entstehe ein Vertrauensverhältnis zwischen Jugendlichen und Betreuern, die dann auch einen Blick hinter die Fassaden erlaube. „Dabei offenbaren sich zum Teil Abgründe: Häusliche Gewalt, Missbrauch, Drogen- oder Alkohol-Exzesse in der Familie müssen dann zunächst einmal psychologisch aufgearbeitet und durch externe Therapieangebote angegangen werden“, fügte die Projektleiterin hinzu. Aktuell nutzen knapp fünfzig Jugendliche das Angebot des Jobcenters. 89 Teilnehmer wurden in den letzten anderthalb Jahren bereits erfolgreich in Ausbildung oder Beschäftigung vermittelt.

Die CDU-Kommunalpolitiker zeigten sich nach dem Besuch bei „Meet! UP“ konzeptionell überzeugt und äußerten übereinstimmend den Wunsch, dass das Projekt auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden soll. © Agentur für Arbeit

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