20-jähriges Bestehen des deutsch-tschechischen Freundschaftsvereins Villmar – Králíky/Grulich · Landesbeauftragte gratuliert zum Jubiläum

20-jähriges Bestehen des deutsch-tschechischen Freundschaftsvereins  Villmar – Králíky/Grulich · Landesbeauftragte gratuliert zum Jubiläum

Villmar. Vor zwanzig Jahren legten Bürgerinnen und Bürger des Marktfleckens Villmar im hessischen Landkreis Limburg-Weilburg und der in Tschechien gelegenen Stadt Králíky – dem früheren Grulich – die Grundlagen für eine Freundschaft, die 2011 in eine offizielle Städtepartnerschaft mündete und bis heute anhält.

Aus Anlass dieses Jubiläums hatte der deutsch-tschechische Freundschaftsverein mit seinem Vorsitzenden Wolfgang Friedrich zu einer Festveranstaltung in die König-Konrad-Halle in Villmar eingeladen. Vor mehr als 200 Gästen – darunter auch die Bürgermeisterin von Králíky, Jana Ponocná, und der Vorsitzende des Freundschaftsvereins auf tschechischer Seite, Dušan Krabec – überbrachte die hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, den Anwesenden die Grüße der Landesregierung und sprach dem Verein ihre Glückwünsche zum 20-jährigen Bestehen aus. In ihrem Grußwort wies sie auf die bis ins Hochmittelalter zurückreichende gemeinsame Geschichte von Hessen und Böhmen hin und betonte die besondere Bedeutung des Dialogs für die Völkerverständigung: „Das Wichtigste ist immer, dass man miteinander spricht.“ Sich zu kennen und regelmäßigen Kontakt zu unterhalten, sei eine wesentliche Voraussetzung für gegenseitiges Vertrauen. Der Freundschaftsverein leiste hierzu mit seinen Mitgliedern und Unterstützern in Villmar und mit seinen tschechischen Freunden in Grulich/Králíky seit nunmehr 20 Jahren einen überaus wertvollen Beitrag.

Ziegler-Raschdorf konnte unter den Gästen mit Franz Krotzky, der sich zeitlebens um die Vertriebenenarbeit und die Aussöhnung mit den Nachbarn im Osten verdient gemacht hat, eines der Gründungsmitglieder des Partnerschaftsvereins begrüßen und mit Weihbischof em. Gerhard Pieschl auch den ehemals für die Vertriebenenseelsorge zuständigen Bischof. Auch unter den Mitinitiatoren des Vereins waren seinerzeit einige Heimatvertriebene, die ursprünglich selbst aus Grulich oder der unmittelbaren Umgebung stammten. Die Landesbeauftragte bezeichnete die Städtepartnerschaft daher als ein besonderes Zeichen des gegenseitigen Verstehens und der Aussöhnung.

„Deutschland und Tschechien besitzen nicht nur ein gemeinsames kulturelles Erbe, das es zu bewahren gilt, sondern haben mit dem Ziel eines geeinten und friedlichen Europas auch einen gemeinsamen Auftrag, dem wir gemeinsam verpflichtet sind“, so die Landesbeauftragte weiter. Gleichzeitig warnte sie davor, sich der Errungenschaften des europäischen Friedensprojekts allzu sicher zu sein. Diese müssten vielmehr immer wieder neu errungen werden. Stellvertretend für alle, die sich ehrenamtlich für die Städtepartnerschaft engagieren, sprach sie den beiden Vorsitzenden Wolfgang Friedrich und Dušan Krabec mit einem Buchgeschenk ihren ausdrücklichen Dank aus und rief dazu auf, im Bemühen um Austausch und Verständigung nicht nachzulassen. © HSM

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