Technisches Hilfswerk – neue Heimat für Flüchtlinge

Technisches Hilfswerk – neue Heimat für Flüchtlinge

Für rund 300 Flüchtlinge ist das Technische Hilfswerk (THW) inzwischen zu einer zweiten Heimat geworden. Sie engagieren sich im THW ehrenamtlich für den Bevölkerungsschutz und lernen, Menschen in Not zu helfen. Am vergangenen Freitag und Samstag trafen sich rund 30 ehren- und hauptamtliche THW-Kräfte aus ganz Deutschland in der THW-Bundesschule Neuhausen bei Stuttgart zum Erfahrungsaustausch rund um das Thema Integration.Ob beim Sandsäcke verbauen oder am Trennschleifer: Flüchtlinge packen im THW bereits kräftig mit an. „Beim THW hier in Deutschland mitzuarbeiten und somit im Team Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen – das ist gelebte Integrationsarbeit“, lobte Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Im Zuge der positiven Erfahrungen hat das THW im Rahmen des Workshops beschlossen, die Integrationsarbeit noch stärker zu unterstützen. Dazu entwickeln ehren- und hauptamtliche THW-Angehörige in Zusammenarbeit praktische Handlungshilfen für den Umgang mit Geflüchteten. Beispielsweise wird das THW Leitfäden zur Integration entwickeln, die den Ehrenamtlichen Fragen zu rechtlichen Aspekten sowie zur nachhaltigen Integration beantworten und nützliche Hinweise zur Ausbildung von Geflüchteten geben. Eine finanzielle Sonderförderung für engagierte Ortsverbände soll entstehende Zusatzkosten decken und weitere Ortsverbände motivieren, Integrationsangebote zu machen.

Bei dem zweitägigen Workshop berichteten die THW-Ortsbeauftragten Holger Hümpel und Ralf Essmann aus Mainz und Elze von ihrer Integrationsarbeit. Die Projekte der beiden Ortsverbände stehen beispielhaft für gelungene Praxis und dienten den übrigen Ehrenamtlichen als Anregung. Dank externer Referenten vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) konnten sich die THW-Kräfte über Ansätze aus anderen Hilfsorganisationen austauschen und sich organisationsübergreifend miteinander vernetzen. Abschließend diskutierten sie, wie man Flüchtlinge dauerhaft für ein bürgerschaftliches Engagement im THW gewinnen kann.

Das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt hatten die Integrationsinitiative 2015 ins Leben gerufen, um die technischen, sprachlichen und handwerklichen Fähigkeiten von Flüchtlingen zu fördern. Die sozialen Kontakte in der THW-Familie erleichtern es den Neuankömmlingen außerdem, in Deutschland Fuß zu fassen. © THW.de

 

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