Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar zeigt sich im Mai weiter entspannt·Agentur für Arbeit LM-WZ: 11.279 Personen arbeitslos gemeldet

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar zeigt sich im Mai weiter entspannt·Agentur für Arbeit LM-WZ: 11.279 Personen arbeitslos gemeldet

. Arbeitslosenquote sinkt im Mai um weitere 0,2 Prozentpunkte auf 4,9 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 474 Arbeitslose weniger . LDK: 73 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 97 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 245 Arbeitslose weniger als im April, 377 weniger als im Vorjahr . Weniger Mai-Arbeitslose gab es in LM-WEL zuletzt vor 24 Jahren – im LDK vor 25 Jahren . Unterbeschäftigungsquote liegt im LDK bei 7,0 Prozent – in LM-WEL bei 6,6 Prozent

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Mai 2017 insgesamt 11.279 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,9 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im April lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.597, die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.753 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung –  die Quote betrug seinerzeit 5,2 Prozent.

Von den insgesamt 11.279 arbeitslosen Personen waren 3.176 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.593 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.510 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Auch im Mai hat sich der heimische Arbeitsmarkt weiter entspannt“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den abgelaufenen Monat. „Die Beschäftigungslage in beiden Landkreisen ist weiterhin stabil und die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen hoch. Die Folge dieser erfreulichen Entwicklung sind historische Tiefststände der Arbeitslosigkeit“, so Berbuir weiter. Im Lahn-Dill-Kreis gab es in einem Mai zuletzt vor 25 Jahre weniger Arbeitslose, in Limburg-Weilburg vor 24 Jahren. Während die Arbeitslosenquote rund um Wetzlar und Dillenburg auf 5,3 Prozent zurückgegangen ist, sank sie in Limburg-Weilburg auf 4,3 Prozent.

Der Flüchtlingszustrom wirkt nach Angaben der Arbeitsmarktexpertin nach wie vor nur geringfügig auf den Arbeitsmarkt im Lahn-Dill-Kreis ein. Er mache sich an dem im Vorjahresvergleich gestiegenen Ausländeranteil an allen Arbeitslosen und der erhöhten Jugendarbeitslosigkeit bemerkbar. Im Landkreis Limburg-Weilburg sei der Ausländeranteil im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken. Allerdings befänden sich in beiden Landkreisen noch viele Flüchtlinge in Sprach- und Weiterbildungskursen und würden somit aktuell noch nicht in der Arbeitslosenstatistik erfasst. Ein Blick auf die Unterbeschäftigungsquote, in der neben den registrierten Arbeitslosen auch Personen abgebildet werden, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme sind oder sich in einem Sonderstatus befinden (z.B. Arbeitsunfähigkeit), mache deutlich, dass die flüchtlingsbedingten Risiken für den heimischen Arbeitsmarkt überschaubar seien. So sei die Unterbeschäftigungsquote rund um Wetzlar und Dillenburg seit Mai letzten Jahres lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent gestiegen. In Limburg-Weilburg liege sie mit 6,6 Prozent exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Berbuir wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Unterbeschäftigungsquote aktuell für den Lahn-Dill-Kreis 821 Personen in beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen ausweise. Im Landkreis Limburg-Weilburg nahmen im Mai sogar 1.166 Teilnehmer die Chance wahr, ihre Beschäftigungschancen durch Weiterbildung, Nachqualifizierung oder den Erwerb von berufsbezogenen Sprachkenntnissen zu verbessern. Die Agenturchefin betonte abschließend, dass diese Qualifizierungsmaßnahmen nicht nur den Teilnehmern, sondern auch Arbeitgebern zu Gute kämen, die händeringend nach qualifizierten Fachkräften suchen.

Weitere Informationen zur Unterbeschäftigung gibt es auf den Internetseiten der Bundesagentur für Arbeit unter https://statistik.arbeitsagentur.de/nn_361178/Statischer-Content/Grundlagen/Arbeitslosigkeit-Unterbeschaeftigung/Unterbeschaeftigung.html

 

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Mai im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,3 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Mai 2016 betrug die Quote 4,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.947 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 245 weniger als im April (-5,8 Prozent) und 377 weniger als vor einem Jahr (-8,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent. 4.392 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 34,3 Prozent (1.354 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 127 Personen (-8,6 Prozent) gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 44 Arbeitslose (+3,4 Prozent) gestiegen. 65,7 Prozent (2.593 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Mai beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 118 Arbeitslose (-4,4 Prozent). Gegenüber Mai 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 14,0 Prozent (421 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.441 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.951 Arbeitslose gemeldet.

Bei den arbeitslosen Männern war im letzten Monat ein Rückgang um 126 Betroffene (-5,6 Prozent) auf 2.142 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 119 Personen auf 1.805 Betroffene (-6,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 191 Arbeitslose (-8,2 Prozent), bei den Frauen um 186 Arbeitslose (-9,3 Prozent) ab. 2016 waren jahresdurchschnittlich 2.430 Männer und 1.962 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Mai um 8,4 Prozent oder 35 Arbeitslose zurückgegangen. Aktuell sind 384 Arbeitslose jünger als 25 Jahre. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 3 Jugendliche, bzw. 0,8 Prozent festzustellen. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 424 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 19 Betroffene (-1,5 Prozent) auf 1.260 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 140 Personen oder 10,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.372 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Mai im Kreis Limburg-Weilburg bei 346 Personen und damit um 6 Personen oder 1,7 Prozent unter dem April-Wert. Gegenüber Mai 2016 war ein Rückgang um 22 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-6,0 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 367 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.038 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 102 arbeitslose Ausländer weniger als im April (-8,9 Prozent) und 61 weniger (-5,6 Prozent) als vor Jahresfrist. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.140 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Mai 2017 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 414 Vermittlungsaufträge. Dies waren 29 Stellen weniger als im Mai letzten Jahres (-6,5 Prozent). 2016 wurden insgesamt 4.977 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Mai 2017 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.449 Ausbildungssuchende. Dies waren 8 oder 0,6 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 574 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 582). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 985 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 71 Stellen bzw. 6,7 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 468 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2016 waren noch 471 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,68 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,72 Stellen.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 5,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im Mai 2016 betrug die Quote 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.332 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 73 weniger als im April  (-1,0 Prozent) und 97 weniger als vor einem Jahr (-1,3 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent. 7.521 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 24,8 Prozent (1.822 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 128 Personen (-6,6 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 19 Arbeitslose (-1,0 Prozent) zurückgegangen. 75,2 Prozent (5.510 Personen) aller Arbeitslosen waren im Mai beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 55 Arbeitslose (+1,0 Prozent). Gegenüber Mai 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 1,4 Prozent (78 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.963 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.557 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 21 auf 3.999 Arbeitslose (-0,5 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 52 Personen auf 3.333 Betroffene (-1,5 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 29 Arbeitslose (-0,7 Prozent), bei den Frauen um 68 Arbeitslose (-2,0 Prozent) ab. 2016 waren jahresdurchschnittlich 4.065 Männer und 3.456 Frauen arbeitslos gemeldet. 2015 waren es 4.130 Männer und 3.753 Frauen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 15 Personen oder 2,1 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Mai 2016 hat sie sich um 77 Personen (+12,5 Prozent) erhöht. Aktuell sind 695 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 712 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.483 und nahm damit im Vergleicht zum Vormonat um 48 Personen (-1,9 Prozent) ab. Gegenüber Mai 2016 ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang von 148 älteren Arbeitslosen (-5,6 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.631 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Mai im Lahn-Dill-Kreis bei 842 Personen und damit um 4 Betroffene oder 0,5 Prozent über dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Mai 2016 war ein Anstieg von 23 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+2,8 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 830 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.184 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 43 arbeitslose Ausländer mehr als im April (+2,0 Prozent) sowie 292 mehr (+15,4 Prozent) als im Mai letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.937 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat erneut erheblich über dem Vorjahresniveau. 695 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Plus von 156 Stellen oder 28,9 Prozent gegenüber Mai 2016. 2016 wurden insgesamt 6.491 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Mai 2017 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.671 Ausbildungssuchende. Dies waren 112 oder 6,3 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 619 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 717). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.379 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 115 Stellen bzw. 9,1 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 571 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Mai 2016 waren noch 528 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,83 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,71 Stellen.

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