Helfer vor Ort System in Elz eingeführt

Von links: Ulrich Neu, Daniel Stenger (Fachdienstleiter Rettungsdienst), Carsten Fruhner, Erster Kreisbeigeordneter Helmut Jung, Kreisgeschäftsführer Roland Jäger, stellvertretender Kreisvorsitzender Helmut Petri, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Josef Kopp und Daniel Witteyer.

Helfer vor Ort System in Elz eingeführt

Limburg-Weilburg. Zur Optimierung der Notfallversorgung stehen mancherorts Einsatzkräfte zur Verfügung, die durch besondere räumliche Nähe zum Einsatzort in der Lage sind, bereits vor Eintreffen des „planmäßigen“ Rettungsdienstes (ca. 2-5 Minuten nach Notrufeingang) Erstmaßnahmen am Notfallpatienten durchzuführen. „Für den Bereich der Gemeinde Elz hat sich der DRK-Ortsverband Elz bereit erklärt, diese Erstversorgung ergänzend zum Regelrettungsdienst anzubieten“, teilt der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung mit. Dazu hat der Landkreis Limburg-Weilburg mit dem DRK-Ortsverband Elz zum 1. Juni 2017 eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen, sie basiert auf den Empfehlungen des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom 4. April 2011.

Sichergestellt werden diese Erstmaßnahmen durch ehrenamtliche Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben ihrer Organisation. Für derartige Systeme sind bisher die Bezeichnungen „Helfer vor Ort“ (HvO), „First Responder“  oder „Voraus-Retter“ geläufig. Durch den Einsatz von HvO besteht die Möglichkeit, das therapiefreie Intervall zu verkürzen. Davon profitieren in erster Linie Patienten mit akutem Kreislaufstillstand, bei denen noch keine Reanimationsmaßnahmen durchgeführt werden.

Voraussetzung für das zeitgerechte Wirken dieser ehrenamtlichen Kräfte ist die frühzeitige Alarmierung durch die Zentrale Leitstelle, in der entsprechende Dispositionskriterien vorliegen müssen. „Diese Kriterien wurden vom Gesundheitsamt des Landkreises als Träger der Notfallversorgung im Einvernehmen mit dem DRK-Ortsverband Elz festgelegt“, ergänzt der zuständige Fachdienstleiter für den Rettungsdienst im Gesundheitsamt, Daniel Stenger.

Die Mitarbeiter der Zentralen Leitstelle setzen die HvO im Rahmen eigenen Ermessens parallel zum Rettungsdienst nur dann ein, wenn sich für den Einsatzsachbearbeiter aus der Notfallmeldung ergibt, dass ein Patient vermutlich lebensrettende Sofortmaßnahmen benötigt, er also nicht ansprechbar ist, nicht sicher atmet, sich kein qualifiziertes Personal an der Notfallstelle befindet oder der Rettungsdienst nicht innerhalb der Hilfsfrist an der Einsatzstelle sein kann. Ausgeschlossene Indikationen sind hingegen ein drohender Suizid, ein psychiatrischer Notfall oder eine drohende Gewalttat. Mit der Einführung des Systems in Elz verfügt der Landkreis nun über zwei Helfer-vor-Ort-Systeme, ein weiteres wird (wahrscheinlich) zum 1. Juli 2017 durch die Freiwillige Feuerwehr in Dehrn eingeführt. © Landkreis Limburg-Weilburg

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