Internationaler Kindertag 2017 · Familienminister Stefan Grüttner: „Hessische Landesregierung stärkt die Rahmenbedingungen, die den nötigen Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleisten“

Internationaler Kindertag 2017 · Familienminister Stefan Grüttner: „Hessische Landesregierung stärkt die Rahmenbedingungen, die den nötigen Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleisten“

Wiesbaden. Anlässlich des am 1. Juni stattfindenden Internationalen Kindertages betonte der Hessische Familienminister Stefan Grüttner, dass Kinder Schutz, Freiräume, Chancen und einen festen Platz in der gesellschaftlichen Diskussion bräuchten. „Wir müssen über den engen Rahmen der Familie hinaus die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung ihres Lebensraums aufgreifen. Zu einer erfolgreichen Kinder- und Jugendpolitik gehören daher zahlreiche Bausteine, die sich an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen orientieren, die den Ansprüchen und der gelebten Wirklichkeit gerecht werden und Rahmenbedingungen für gutes Aufwachsen und Teilhabe schaffen“, erklärte Grüttner. Im Vordergrund stehe dabei, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken. Kinder und Jugendliche haben das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und ein gewaltfreies Aufwachsen. Nicht nur die Eltern sind hierbei gefordert – sondern die gesamte Gesellschaft. Die Hessische Landesregierung ist sich hier der besonderen Verantwortung bewusst und stärkt die Rahmenbedingungen, die den nötigen Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleisten.

Kinderbetreuung spielt nicht nur eine entscheidende Rolle im Kontext der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern hat insbesondere auch das Ziel, eine möglichst frühe und individuelle Bildung der Kinder zu gewährleisten, um so allen Kindern bestmögliche Bildungschancen zu eröffnen. Hessen hat zudem mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen auch die Qualität in Kitas und Kindertagespflege mit erheblichen Mitteln gefördert, insbesondere mit dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP). „Das Land setzt sich mit steigendem finanziellen Engagement ein, um die Kommunen und somit Träger bei der wichtigen Aufgabe der Kleinkindbetreuung zu unterstützen, weil wir wissen, wie wichtig diese Angebote sind für Familien, die Beruf und Kinder vereinbaren wollen“, erklärte der Familienminister.

Mit einem Volumen von 460 Mio. Euro durchschnittlich jährlich stehen für die Förderung der frühkindlichen Bildung und Betreuung seit 2014 so viel Mittel wie noch nie zur Verfügung. Zum Vergleich: in 1999 wurden gerade einmal 60 Millionen Euro in diesen Bereich investiert. In Hessen hat die Landesregierung das letzte Kindergartenjahr bereits seit dem Jahr 2007 beitragsfrei gestellt. Das Land trägt so dazu bei, die Inanspruchnahme der Kindertageseinrichtungen für alle Familien erschwinglich zu halten. Denn die Entlastung von Familien ist der Hessischen Landesregierung ein wichtiges Anliegen. Damit werde der Besuch der Kindertageseinrichtungen speziell im besonders wichtigen Jahr vor dem Übergang in die Schule gefördert, so Grüttner.

Vor diesem Hintergrund ist auch der Aus- und Aufbau von Netzwerken Früher Hilfen in Hessen ein wichtiger Schwerpunkt. Ziel ist, Eltern insbesondere während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren des Kindes zu begleiten und zu unterstützen. Frühe Hilfen bilden lokale und regionale Unterstützungssysteme mit koordinierten Hilfeangeboten für Eltern und Kinder.

Einen Schwerpunkt in der Jugendpolitik setzt das Land auf die Förderung der außerschulischen Jugendbildung und der Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Hessen verfolgt bei der Förderung einen bundesweit einzigartigen Weg, indem die Fördermittel an die Träger in eigenverantwortlicher Zuständigkeit zur Durchführung von Angeboten vergeben werden. Dies sorgt für die Sicherstellung einer landesweiten Angebotsinfrastruktur und stärkt die Autonomie und den Praxisbezug der Träger. Hessen fördert zudem ein breites Feld weiterer Angebotsbereiche der Jugendpolitik und Jugendhilfe. Das Land schreibt überdies regelmäßig mehrjährige Aktionsprogramme für experimentelle Maßnahmen zur Erprobung neuer Wege in der außerschulischen Jugendbildung aus, insbesondere für Modelle der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen und gesellschaftlichen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen.

Das Land Hessen setzt sich seit Jahren gemeinsam mit Partnern für eine nachhaltige Familienpolitik ein, die gute Rahmenbedingungen für Familien in den unterschiedlichen Lebenssituationen schafft. „Mit der Familienkarte Hessen bietet die Landesregierung ein Informations- und Serviceangebot, das Familien ganz praktisch im Alltag begleiten und unterstützen kann. Kontinuierlich wird daran gearbeitet, das Angebot auszubauen und weiterzuentwickeln. Damit will die Landesregierung ein Zeichen der Wertschätzung für Familien setzen. Die Familienkarte ist neben dem stetigen Versuch, die Rahmenbedingungen für Familien zu verbessern, ein kleiner Baustein, um Hessen noch kinder- und familienfreundlicher zu machen“, hob der Familienminister hervor. „Denn Kinder sind unsere Zukunft. Ein Baustein dieser Politik ist auch der Hessische Familientag, mit dem für mehr Familienfreundlichkeit, für familienorientierte Strukturen auf allen Ebenen, für Wertschätzung und für eine anerkennende Willkommenskultur für alle Familien unabhängig von ihrer Herkunft geworben wird.“

Mit ‚Hessen hat Familiensinn“ hat das Familienministerium eine landesweite Kommission einberufen, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Parlament, Regierung, Wirtschaft, Verwaltung, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Verbänden, Medien und privaten Initiativen mit dem Ziel, praktisch anwendbare Handlungsempfehlungen für noch mehr Familienfreundlichkeit in Hessen auszuarbeiten. „Die Maßnahmen, Initiativen und Angebote der Landesregierung für Familien in Hessen noch passgenauer und bedarfsgerechter zu gestalten- das ist das erklärte Ziel von Hessen hat Familiensinn“, schloss Grüttner. © HSM

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