Limburg: Das Sicherheitsgefühl verbessern

Limburg: Das Sicherheitsgefühl verbessernDas subjektive Sicherheitsgefühl in der Stadt, das Benennen von Angsträumen und deren Beseitigung, das sind Dauerthemen in Limburg. Deshalb soll es im Herbst eine neue Untersuchung durch die Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung geben, das ist die Empfehlung, die der Magistrat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen hat.

Einige Schlägereien auf dem Bahnhofplatz, Autoposing mit entsprechenden Begleiterscheinungen in der Grabenstraße, verstärkter Rauschgifthandel im Tal Josaphat – in Limburg zeigen sich nicht nur die positiven Aspekte einer Stadt mit einer hohen Zentralität und guten Verkehrsanbindung, sondern auch weniger gewünschte Begleiterscheinungen. Die Stadt hat in den zurückliegenden Jahren immer wieder Anstrengungen unternommen, um dem Aspekt der Sicherheit im öffentlichen Raum Rechnung zu tragen. Auch die Polizeidirektion Limburg leistet gerade durch die verstärkte Polizeipräsenz der letzten Monate ihren Beitrag.

Limburgs Erster Stadtrat Michael Stanke wirbt dafür, an die bisherigen Untersuchungen und anschließenden Umsetzungen anzuknüpfen. „Wir haben zahlreiche Anregungen und Erkenntnisse daraus gewonnen, die wir anschließend umsetzen konnten und die zu spürbaren Verbesserungen geführt haben“, machte Stanke deutlich. Dazu gehört neben der Installation der Videoschutzanlage auch die komplette Neugestaltung des Bahnhofsplatzes oder auch die Ausstattung der Fußgängerzone mit einem helleren Pflaster, die Schaffung des Polizeipostens im Bahnhof durch das Land Hessen und noch einiges mehr.

Die Fortführung des Projekts „Subjektives Sicherheitsgefühl und persönliche Angsträume in Limburg“ ist ein Anliegen der Stadtverordnetenversammlung, wonach eine quantitative Bevölkerungsbefragung zu subjektiven Einschätzungen und Wahrnehmungen zu Gefährdungen und Aufenthaltsbeeinträchtigungen öffentlicher Räume in Limburg zu erheben ist. Im laufenden Haushalt stehen dafür 30.000 Euro zur Verfügung.

Nach Einschätzung von Stanke macht es Sinn, die bewährte Zusammenarbeit mit der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung und Professor Gerhard Schmelz fortzusetzen. Bereits drei Untersuchungen hat es bisher gegeben, 1999, 2004 und 2010. Dabei konnte sich die Stadt von der hohen Qualität der Untersuchungen überzeugen. Auch sorgte die enge Zusammenarbeit mit der Polizei dafür, dass Vorschläge zur Verbesserung des Sicherheitsempfindens, die nicht im Einflussbereich der Stadt liegen, durch das Land umgesetzt wurden.

Die Abfrage des subjektiven Sicherheitsgefühls und das Benennen von Angsträumen soll über eine Zufallsbefragung, eine repräsentative Befragung und das Internet laufen. Die Polizei ist in die Planungen der Untersuchung auch in diesem Jahr einbezogen. Die Zufallsbefragung soll auf dem Bahnhofsplatz, dem Europaplatz sowie dem Kornmarkt oder dem Neumarkt vorgenommen werden. In der repräsentativen Befragung ist vorgesehen, jeden zweiten Einwohner Limburgs mit einem Fragebogen anzuschreiben. Die Fragebögen werden im Oktober verschickt und sollen bis 1. Dezember zurückgeschickt werden. Im Jahr 2010 erhielt jeder 20. Bewohner der Stadt per Zufallsauswertung einen Fragebogen. Und schließlich können die Fragebögen auch im Internet ausgefüllt werden. Die Befragung soll nach der Bundestagswahl (24. September) starten – damit soll vermieden werden, das Ergebnis durch wahlkampfbedingte Themensetzungen zu verfälschen. Die Auswertung der eingegangenen Fragebögen sowie der Zufallsbefragungen soll dann von 1. Dezember bis Mitte Januar 2018 laufen. Die Vorstellung der Ergebnisse ist direkt im Anschluss vorgesehen.

Nach Angaben von Stanke wird der gesetzte Kostenrahmen in Höhe von 30000 Euro bei einer Beauftragung der Hessische Hochschule für Polizei und Verwaltung eingehalten. „Für die Zusammenarbeit spricht auch die Einbindung der hiesigen Polizeidienststelle, die dann auch bei der Umsetzung möglicher Änderungen und Ergänzungen ein wichtiger Partner der Stadt ist“, so Stanke weiter. Ziel ist es, das Sicherheitsgefühl der Menschen in Limburg zu verbessern.

 (C) Limburg.de

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