Anregungen von Bürgern und Vereinen aufgegriffen · Ein Schwimmbad für alle Generationen

Anregungen von Bürgern und Vereinen aufgegriffen · Ein Schwimmbad für alle Generationen

Weilburg. Die SPD-Kreistagsfraktion hat die Baustelle des Kreishallenbades besucht und sich einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten verschafft. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei dem neuen „Multifunktionsbecken“ gewidmet, das wie viele weitere Neuerungen am Kreishallenbad als Idee aus der Bevölkerung entstand.

„Hier gibt es so viel Bürgerbeteiligung wie bei kaum einen anderen Bauprojekt des Landkreises“ stellte der Fraktionsvorsitzende der Kreis-SPD gleich zu Beginn der Baustellenbesichtung fest. Denn in allen Schritten der Planung seinen die künftigen Nutzer des Hallenbades eingebunden gewesen und hätten dem Kreis mit viel Engagement ihre Ideen vorgebracht. Fast alle Anregungen konnten dabei aufgegriffen werden, so Schmidt weiter, allen voran der Vorschlag von Landrat Manfred Michel – unter Einbeziehung der Bevölkerung – ein „Therapiebecken“, das jetzt als „Multifunktionsbecken“ errichtet wird, in den Bau zu integrieren. Damit wird künftig das Hallenbad für alle Generationen erschlossen: Vom Baby- und Familienschwimmen über Therapie- und Gymnastikangebote bis zum Seniorenschwimmen ist alles möglich. Durch einen Hubboden sei die Wassertiefe veränderlich und das neue Hallenbad gewährleiste somit volle Inklusion für Menschen mit Behinderungen.

Landkreis setzt Zeichen für Oberlahnregion

Obwohl der Kreis Bauherr ist, erfährt das Kreishallenbad Unterstützung von der Stadt Weilburg und den Gemeinden der Oberlahnregion, wie Schmidt – selbst Löhnberger Bürgermeister – im Beisein seiner Amtskollegen Friedhelm Bender (Runkel) und Oliver Jung (Merenberg) herausstellte. „Der Neubau des Hallenbades ist eine starke Entscheidung des Kreises für die Oberlahnregion. Mit dem Angebot für alle Generationen wird gerade in den Zeiten des demographischen Wandels die Stadt Weilburg und die gesamte Region enorm gestärkt,“ bekräftigte Christian Radkovsky aus Weilburg, der stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion ist. Das Kreishallenbad werde „das einzige Schwimmbad mit Schiffstunnelblick“ und stärke mit einer „außerordentlichen Zentralität Weilburg als Standort für Gesundheit, Bildung, Sport und Tourismus“ ergänzte Radkovsky.

„Einziges Schwimmbad mit Schiffstunnelblick“

Unter Einbeziehung der genehmigten Bauantragspläne mit Darstellung der Umgebungsbebauung präsentierte Architekt Matthias Losacker den Kommunalpolitikern eine Baustellte, die sowohl finanziell als auch zeitlich im Plan liegt. Angestrebt ist die Eröffnung des neuen Hallenbades in der zweiten Jahreshälfte 2018. Was jetzt noch Rohbau ist, wird dann eine Außenfassade haben, die sich an der Farbgebung der umgebenden Natur orientiert. Der Baustoff Holz und der von der Schlossanlage wohlbekannte Grünton aus oxidiertem Kupfer prägen so das künftige Bild des Gebäudes. Kreisbeigeordneter Karl-Heinz Stoll, der ebenso wie Ruprecht Keller (CDU) auch der Gesellschafterversammlung der Kreishallenbad Weilburg GmbH angehört, erläuterte, dass der Neubau in Maßstab und Gestaltung an die Umgebung angepasst sei. „Diese Ausrichtung erlaubt reizvolle Blickachsen zu Weilburgs historischen Gebäuden, gleichzeitig wird das neue Hallenbad aber ein modernes, demokratisches Bauwerk, das keine Historisierung vortäuscht.“ so Karl-Heinz Stoll.

Ein Hallenbad in Altstadtnähe – aber auf der Höhe der Zeit

Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung stellte die Nachhaltigkeit des Hallenbad-Neubaus heraus. Gegenüber einer Sanierung seien dabei die Gestaltungsspielräume am Größten und auch energetisch könne so langfristig am besten gewirtschaftet werden. Auch die Entscheidung für ein Edelstahlbecken anstelle der vorherigen Kacheln stehe für Beständigkeit und sei auf der Höhe der Zeit, was die Hygienestandards angeht, meint Jung und betont, dass die Kreishallenbad GmbH mit Geschäftsführer Thorsten Roth und Landrat Manfred Michel – als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Kreishallenbad Weilburg GmbH und Architekt – durch seine Idee der Öffnung des Hallenbades in Richtung Lahnwiesen dem Bad einen völlig neuen Charakter und Möglichkeiten gegeben habe. Damit entsteht die Kombination aus Hallenbad mit großem Außenbereich für die ganze Familie. Das Team um Architekt Losacker habe mit großer Sorgfalt den besonderen Herausforderungen des Standorts Rechnung getragen. Ein Lob aus der Landespolitik gab es abschließend auch vom heimischen Landtagsabgeordneten Tobias Eckert: „Ein Schwimmbad für alle Generationen und behinderte Mitmenschen – das ist gelebte Sozialpolitik“. © Christian Radkovsky

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