Tag der Organspende · Gesundheitsminister Stefan Grüttner sieht leicht positive Tendenz: „Gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten zeigen Wirkung – Aufklärung und Werbung fortsetzen“

Tag der Organspende · Gesundheitsminister Stefan Grüttner sieht leicht positive Tendenz: „Gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten zeigen Wirkung – Aufklärung und Werbung fortsetzen“

Wiesbaden. Anlässlich des Tages der Organspende am 4. Juni hat der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner alle Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, „sich mit dem Thema auseinanderzusetzen“ und für Organspende geworben. „Über 10.000 Menschen in Deutschland warten derzeit auf ein Spenderorgan, das ihnen das Leben retten kann. Für diese Menschen müssen wir uns engagieren, denn hinter jeder Person auf einer Warteliste steckt ein Schicksal. Hier können wir alle helfen, indem wir einen Organspendeausweis ausfüllen. Denn Organspende kann Leben retten“ Deshalb werde sich die Hessische Landesregierung weiterhin engagieren, um aufzuklären und zu informieren, damit die Zahl der Menschen, die bereit sind, ein Organ zu spenden, steigen könne.

Im Zeitraum von Januar bis April 2017 wurden in Hessen 22 Organe postmortal gespendet. Im gleichen Zeitraum 2016 waren es 18, im Jahr 2015 waren es 14 Organe Diese leichte Steigerung der Organspendenbereitschaft sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach wie vor bundesweit ein erheblicher Bedarf an Spenderorganen bestehe, so der Gesundheitsminister.

„Es könnte noch mehr Menschen geholfen werden“, sagte Grüttner. „Dreiviertel der Menschen in Deutschland sind bereit, ein Organ zu spenden, bisher dokumentieren jedoch maximal 20 Prozent diesen Willen. Ich werbe daher mit großem Nachdruck dafür, die eigene Entscheidung zur Organspende in einem Organspendenausweis festzuhalten“, so Grüttner. Dies entlaste auch die Angehörigen. Denn bei 80 Prozent der Verstorbenen, die als Organspender infrage kämen, müssten die Angehörigen entscheiden, ob eine Organspende erfolgen soll oder nicht. „Es ist für die Angehörigen eine riesige Belastung, gleichzeitig einen Todesfall zu verarbeiten und zugleich eine Entscheidung zur Organspende im Sinne des Verstorbenen zu treffen.“ Dies führe in den meisten Fällen dazu, dass die Angehörigen eine Organspende ablehnen. Schon vor einigen Jahren wurde unter der Schirmherrschaft der Landesregierung die Initiative Organspende Hessen (IOH) gegründet, um umfassend über die Organspende aufzuklären.

Grüttner betonte, dass es wichtig sei, das Thema immer wieder in der Öffentlichkeit ins Bewusstsein zu rücken. „Es ist auch dem großen Engagement der Selbsthilfegruppen, Initiativen und Verbänden zu verdanken, dass die meisten Menschen der Organspende durchaus positiv gegenüberstehen“, so der Minister. So sei auch der Tag der Organspende auf Initiative der Patientenverbände entstanden und finde seit mehr als 30 Jahren traditionell am ersten Samstag im Juni statt. „Informieren Sie sich, setzen Sie sich mit dem Thema auseinander und ich würde mich freuen, wenn mehr Hessinnen und Hessen ihren Entschluss für die Organspende in einem Ausweis dokumentieren“, so der Gesundheitsminister abschließend. © HSM

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