Menschen für Menschen einmal anders: Ein besonderer Referent für eine außergewöhnliche Idee – Arved Fuchs unterstützt Stiftung St. Vincenz-Hospital bei Spendeninitiative für die Notfallversorgung

Hoffen auf großes Interesse für einen besonderen Referenten und damit auch auf ein gutes Spendenaufkommen für eine Initiative, die der Gesundheit aller Menschen der Region zugute kommt: die Vertreter der Stiftung St. Vincenz-Hospital und des Landkreises Limburg-Weilburg stellvertretend für die Rettungsdienste des Kreises, v.l.n.r.: der Initiator des Vortrages Dietmar Kegler, Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn, der Vorsitzende der Stiftung RA Erwin Reuhl wie auch der Gesundheitsdezernent des Landkreises, Helmut Jung, und der Fachdienstleiter Rettungsdienste, Daniel Stenger.

Menschen für Menschen einmal anders: Ein besonderer Referent für eine außergewöhnliche Idee – Arved Fuchs unterstützt Stiftung St. Vincenz-Hospital bei Spendeninitiative für die Notfallversorgung

Seit 40 Jahren ist er dort unterwegs, wo die Welt zwar extrem kalt, aber gleichzeitig auch extrem faszinierend ist.

Als erster Mensch der Welt erreichte er 1989 innerhalb eines Jahres sowohl den Nordpol als auch den Südpol mit dem Schlitten – seither ist der Polarforscher und Extrem-Abenteurer Arved Fuchs weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. In zahlreichen Vorträgen, Fernsehdokumentationen und Fotoreportagen tritt der 64-jährige als Botschafter für die vom Klimawandel bedrohten polaren Regionen an – auch als Abgeordneter der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Am Donnerstag, 7. September 2017 um 19 Uhr ist er zu Gast in Limburg: Für die Stiftung St. Vincenz-Hospital wird er in der Limburger Stadthalle den Vortrag „Grönland – 35 Jahre in Eis und Schnee“ moderieren. 120 Minuten atemberaubende Bildwelten verspricht der Forscher, den es immer wieder insbesondere in die arktischen Gefilde und an die Grenzbereiche menschlicher Leistungsfähigkeit zieht. Brillante High Definition Filmaufnahmen wird Arved Fuchs in packender Live-Moderation mit Storys und Berichten aus 35 Jahren Expeditionsgeschichte Grönlands sowie mit alten Aufnahmen früherer Expeditionen und Berichten rund um seine zahlreichen Touren auf und entlang der größten Insel der Welt mischen.

Mit diesem besonderen Referenten verbindet die Stiftung gleichzeitig eine außergewöhnliche Spendenaktion: mit dem Erlös des Kartenverkaufs soll die medizinische Notfallversorgung der Menschen im Landkreis Limburg-Weilburg noch weiter optimiert werden. An allen Rettungsstandorten des Landkreises will die Stiftung die mechanische Kompressionshilfe LUCAS etablieren und mit diesem wichtigen, lebensrettenden Gerät alle Notarztwagen des Landkreises ausstatten – insgesamt eine Investition von 45.000 Euro. Dank LUCAS wird den Rettungskräften die mechanische Herzdruckmassage im Notarztwagen auf dem Weg zur Klinik wesentlich erleichtert werden – eine große Verbesserung der Patientenversorgung insbesondere in extremen Notsituationen. Dass dies nicht nur für die Patienten, sondern auch für Sanitäter und Ärzte eine große Hilfe darstellen wird, das bescheinigten der Stiftung der Gesundheitsdezernent des Landkreises, Helmut Jung, und der Fachdienstleiter Rettungsdienste, Daniel Stenger: LUCAS sei ein „kleiner, teurer, aber sehr effektiver Baustein der Rettungsdienste“, so die Experten. Beide zeigten sich hocherfreut, dass LUCAS im Landkreis dank der Initiative der Vincenz-Stiftung bald zur Standardausrüstung der Rettungsstandorte Limburg, Oberlahn und Bad Camberg gehören wird. Die Vertreter der Stiftung St. Vincenz Hospital, Vorsitzende RA Erwin Reuhl sowie der Initiator des Vortrages und Stiftungsmitglied Dietmar Kegler wie auch Bürgermeister Dr. Marius Hahn zeigten sich zuversichtlich, dass diese Finanzierung zu einem großen Teil dank der Veranstaltung mit Arved Fuchs gestemmt werden kann: „Wie sollte so etwas besser gelingen, als mit solch einem prominenten Redner“, so die Stiftungsvertreter übereinstimmend.

Arved Fuchs wird seinen Vortrag in Limburg für diesen Zweck kostenfrei halten – auch als freundschaftliche Geste gegenüber Dietmar Kegler, mit dem Fuchs persönlich bekannt  ist. In seinem Vortrag „Grönland – Impressionen aus 35 Jahren“ wird er den Zauber der rauhen, kalten Insel skizzieren, die für Schnee, Eis, endlose Weite und Kälte steht. Die Faszination für Grönland hat Arved Fuchs nie losgelassen. Immer wieder hat es ihn dabei auf gerade diese polare Insel gezogen. So wird Fuchs von der Besiedelungsgeschichte Grönlands bis hin zum Tourismus der Gegenwart berichten, von Jagderlebnissen mit Inuit und vor allem von seinen zahlreichen Expeditionen. Dazu gehört auf jeden Fall auch die Wanderung quer über das Inlandeis, die Expeditionen mit Hundeschlitten und natürlich die vielen Besuche mit seinem Segelschiff Dagmar Aaen“ an der West- und Ostküste. Auch die beiden Überwinterungen mit dem Haikutter in den schier endlosen, monatelangen Polarnächten werden visualisiert.

Karten für diesen außergewöhnlichen Vortrag sind für 15 Euro im Vorverkauf erhältlich bei der Ticketzentrale in der Limburger WERKStadt unter 06431. 98 06 19.

HINTERGRUND / ZUR PERSON:

Geboren wurde Arved Fuchs am 26. April 1953 in Bad Bramstedt. Schon seit frühester Kindheit war er der Faszination der Polarforschung erlegen. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung bei der deutschen Handelsmarine mit dem Ziel, das für spätere Unternehmungen wichtige Rüstzeug zu erlangen. Im Anschluss daran studierte er zunächst Schiffbetriebstechnik an der Fachhochschule in Flensburg, brach dies jedoch nach der Zwischenprüfung ab und machte sich als Leiter von Expeditionen selbstständig. 1977 startete er seine erste Expedition mit einem Kanu nach Labrador. Es folgten ausgedehnte Reisen nach Borneo, Patagonien und andere entlegene Regionen der Welt. Mit einfachsten Fortbewegungsmitteln, ob im Kanu, Schlauchboot oder mit Schlittenhunden, später in einem eigens ausgebauten alten Haifischkutter suchte Arved Fuchs immer wieder Einfachheit und die Nähe zur Natur. Besonders die Polarregionen wurden zu seinem bevorzugten Reiseziel. Nach unzähligen Expeditionen in die Kältekammern der Erde sieht sich Arved Fuchs inzwischen als Botschafter der vom Klimawandel besonders betroffenen Region. Viele seiner Unternehmungen wandeln auf den Spuren früherer Expeditionen, von denen nicht wenige in der Katastrophe endeten.

Am 13. Mai 1989 erreichte er mit der ICEWALK Expedition nach 56 Tagen und rund 1000 Km den Geografischen Nordpol. Im selben Jahr, am 30. Dezember,  erreichte er per Ski den Südpol. Zugleich gelang ihm mit dem Alpinisten Reinhold Messner die erste komplette Durchquerung des antarktischen Kontinents in 92 Tagen. Die Distanz betrug Luftlinie 2500 Km. Zusammen mit Rainer Neuber hat Arved Fuchs die erste und bis heute einzige Winterumrundung des legendären Kap Horns im Kajak durchgeführt. Auf einer weiteren Expedition gelangte er mit einem Kajak zum Magnetischen Nordpol. Kurz darauf unternahm er eine weitere Kajak-Expedition zur ‚Wiege der Stürme’, wie die Inselgruppe der Aleuten bei den Ureinwohnern genannt werden. Mit seinem Segelschiff „Dagmar Aaen“ schaffte Fuchs die erste komplette Umrundung des Nordpols – sozusagen die erste Weltumrundung auf der arktischen Route. Die Nordwestpassage hat Fuchs einmal in Ost-West Richtung und ein weiteres Mal in West – Ost Richtung durchsegelt. Die sibirische Nordostpassage hat er insgesamt viermal aufgesucht und ebenfalls in der gesamten Länge durchfahren. Mehrere Hundeschlittenexpeditionen führte der Bad Bramstedter in der Arktis durch: 1983 gelang ihm in 70 Tagen die Durchquerung des grönländischen Inlandeises entlang des 71. Breitengrades. 2006 bereiste er mit traditionellen Hundegespannen den Nordteil der kanadischen Ellesmere Insel.

Fuchs ist zudem Initiator des internationalen Jugendcamps „Ice-Climate-Education“, in dem die Jugendlichen direkt vor Ort lernen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf die Arktis hat. Durch unmittelbare Betroffenheit soll  die Jugend von heute für die Problematik sensibilisiert werden. Dabei ist es für Arved Fuchs wichtig, dass die Teilnehmer nicht nur die Fakten lernen und wissen, warum das Eis in der Arktis schmilzt und welche Auswirkungen dies haben wird. Vielmehr sollen die Jugendlichen vor allem lernen, dass jeder seinen kleinen Beitrag leisten kann, um den Klimawandel einzudämmen. © St. Vincenz Krankenhaus, Limburg

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