Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Angelika Berbuir zieht positive Halbjahresbilanz

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Angelika Berbuir zieht positive Halbjahresbilanz

. Arbeitslosenquote sinkt im Juni um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 4,8 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 557 Arbeitslose weniger . LDK: 153 Arbeitslose weniger als im Vormonat, 149 weniger als vor einem Jahr . LM-WEL: 47 Arbeitslose weniger als im Mai, 408 weniger als im Vorjahr . Arbeitsmarkt entwickelt sich im ersten Halbjahr weiter positiv . Seit Jahresbeginn 12,2 Prozent mehr Stellen als in den ersten sechs Monaten 2016

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juni 2017 insgesamt 11.079 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 4,8 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Mai lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.279, die Arbeitslosenquote betrug 4,9 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.636 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung –  die Quote lag seinerzeit bei 5,1 Prozent.

Von den insgesamt 11.079 arbeitslosen Personen waren 3.175 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.531 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.373 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar hat sich im ersten Halbjahr 2017 weiter positiv entwickelt“, stellte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir, bei Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den Juni fest. So sei die Arbeitslosigkeit im Lahn-Dill-Kreis im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Prozent gesunken. Zudem sei die Zahl der Vermittlungsaufträge im ersten Halbjahr mit 3.814 Stellenangeboten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,1 Prozent angestiegen. Erfreulich sei außerdem, dass die über 50jährigen überproportional am Marktgeschehen partizipierten, hier lag der Rückgang bei 5,0 Prozent. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit sei im gleichen Zeitraum um fünf Prozent zurückgegangen. Nicht profitieren konnten hingegen Ausländer (Anstieg um 10,9 Prozent) und Jugendliche (Anstieg um 10,1 Prozent).

Noch mehr Dynamik habe der Arbeitsmarkt in den ersten sechs Monaten im Kreis Limburg-Weilburg entfaltet, berichtete die Agenturchefin weiter. Hier sei die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich zur Jahresmitte um 9,5 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote habe mit 4,2 Prozent 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert gelegen. „Die positive Entwicklung hat in Limburg-Weilburg -bis auf die Jugendlichen- erfreulicherweise alle Personengruppen des Arbeitsmarktes mitgenommen. Überdurchschnittlich profitierten über fünfzigjährigen Arbeitslosen, bei denen der Arbeitslosigkeit um 12,3 Prozent abnahm. Auch bei den Langzeitarbeitslosen  (-14,0 Prozent) nahm die Erwerbslosigkeit überproportional ab“, erläuterte Berbuir weiter. Treiber dieser insgesamt positiven Entwicklungen sei die außerordentlich hohe Arbeitskräftenachfrage im Kreis gewesen. Mit 2.572 Vermittlungsaufträgen habe der Stellenzugang in den ersten sechs Monaten nur 1,1 Prozent unter dem Rekordwert vom ersten Halbjahr 2016 gelegen.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,2 Prozent und somit um 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Vormonat. Im Juni 2016 betrug die Quote 4,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 3.900 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 47 weniger als im Mai (-1,2 Prozent) und 408 weniger als vor einem Jahr (-9,5 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent. 4.392 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 35,1 Prozent (1.369 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 15 Personen (+1,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 25 Arbeitslose (+1,9 Prozent) gestiegen. 64,9 Prozent (2.531 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juni beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 62 Arbeitslose (-2,4 Prozent). Gegenüber Juni 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 14,6 Prozent (433 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.441 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.951 Arbeitslose gemeldet.

Bei den arbeitslosen Männern war im letzten Monat ein Rückgang um 45 Betroffene (-2,1 Prozent) auf 2.097 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 2 Personen auf 1.803 Betroffene (-0,1 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 214 Arbeitslose (-9,3 Prozent), bei den Frauen um 194 Arbeitslose (-9,7 Prozent) ab. 2016 waren jahresdurchschnittlich 2.430 Männer und 1.962 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juni um 11,2 Prozent oder 43 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 427 Arbeitslose jünger als 25 Jahre. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um 34 Jugendliche, bzw. 8,7 Prozent festzustellen. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 424 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 49 Betroffene (-3,9 Prozent) auf 1.211 Arbeitslose reduziert. Sie liegt damit um 170 Personen oder 12,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.372 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Kreis Limburg-Weilburg bei 343 Personen und damit um 3 Personen oder 0,9 Prozent unter dem Mai-Wert. Gegenüber Juni 2016 war ein Rückgang um 25 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-6,8 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 367 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.012 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 26 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-2,5 Prozent) und 38 weniger (-3,6 Prozent) als vor Jahresfrist. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.140 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juni 2017 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 526 Vermittlungsaufträge. Dies waren 4 Stellen weniger als im Juni letzten Jahres (-0,8 Prozent). 2016 wurden insgesamt 4.977 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.512 Ausbildungssuchende. Dies waren 5 Jugendliche oder 0,3 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 462 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 467). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.025 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 60 Stellen bzw. 5,5 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 427 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2016 waren noch 402 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,68 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,72 Stellen.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juni bei 5,2 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im Juni 2016 betrug die Quote 5,4 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.179 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 153 weniger als im Mai  (-2,1 Prozent) und 149 weniger als vor einem Jahr (-2,0 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent. 7.521 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 25,2 Prozent (1.806 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 16 Personen (-0,9 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 24 Arbeitslose (-1,3 Prozent) zurückgegangen. 74,8 Prozent (5.373 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juni beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 137 Arbeitslose (-2,5 Prozent). Gegenüber Juni 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 2,3 Prozent (125 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.963 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.557 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer sank im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 109 auf 3.890 Arbeitslose (-2,7 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen reduzierte sich im gleichen Zeitraum um 44 Personen auf 3.289 Betroffene (-1,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 87 Arbeitslose (-2,2 Prozent), bei den Frauen um 62 Arbeitslose (-1,9 Prozent) ab. 2016 waren jahresdurchschnittlich 4.065 Männer und 3.456 Frauen arbeitslos gemeldet. 2015 waren es 4.130 Männer und 3.753 Frauen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 29 Personen oder 4,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juni 2016 hat sie sich um 68 Personen (+10,4 Prozent) erhöht. Aktuell sind 724 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 712 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.437 und nahm damit im Vergleicht zum Vormonat um 46 Personen (-1,9 Prozent) ab. Gegenüber Juni 2016 ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang von 127 älteren Arbeitslosen (-5,0 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.631 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juni im Lahn-Dill-Kreis bei 809 Personen und damit um 33 Betroffene oder 3,9 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juni 2016 war ein Anstieg von 8 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (+1,0 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 830 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.130 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 54 arbeitslose Ausländer weniger als im Mai (-2,5 Prozent) sowie 210 mehr (+10,9 Prozent) als im Juni letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.937 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat erneut erheblich über dem Vorjahresniveau. 630 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Plus von 101 Stellen oder 19,1 Prozent gegenüber Juni 2016. 2016 wurden insgesamt 6.491 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Juni 2017 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.751 Ausbildungssuchende. Dies waren 94 oder 5,1 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 484 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 656). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.440 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 143 Stellen bzw. 11,0 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 541 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juni 2016 waren noch 466 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,82 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,70 Stellen. © Agentur für Arbeit

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s