SPD-Kreistagsfraktion für Abschaffung der Jagdsteuer · Wildschutz-Projekt soll fortgesetzt werden

: Die SPD-Kreistagsfraktion mit Heinz Wagner (Wirbelau; stellvertretend für Jagdpächter Friedrich) und Michael Schales (Hessenforst) beim Anbringen eines Wildschutzreflektors im Runkeler Wald.
V.l.n.r.: Michael Schales, Oliver Jung, Renate Kreis, Doris Reifenberg, Karl-Heinz Stoll, Heinz Wagner, Christian Radkovsky, Judith Hautzel, Helmut Jung
©SPD-Kreistagsfraktion Limburg-Weilburg; Dr. Frank Schmidt

SPD-Kreistagsfraktion für Abschaffung der Jagdsteuer · Wildschutz-Projekt soll fortgesetzt werden

Runkel-Wirbelau. In einem Ortstermin hat sich die SPD-Kreistagsfraktion über die Ausstattung der heimischen Straßen mit Wildreflektoren informiert. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Kreishaushalt finanziert und von Hessenforst koordiniert.

Die richtige Farbe spielt eine zentrale Rolle, wenn man Kollisionen von Automobilen mit Wildtieren vermeiden will. Dies erläuterte Hessenforst-Mitarbeiter Michael Schales den SPD-Kreispolitikern, die sich im Runkeler Wald über das Projekt „Wildschutz-Reflektoren“ informierten. Das heimische Schalenwild – also Rehe, Hirsche und Wildschweine – ist nämlich mit seinen Farbrezeptoren so eingeschränkt, dass es am besten Blautöne wahrnehmen kann – für die Tiere eine starke Signalfarbe. Schales bestellt deshalb im Auftrag des Kreises blaue Reflektoren – zum Preis von 4 Euro pro Stück – die dann von den Jagdausübungsberechtigten an den bestehenden Leitpfosten von Kreis- aber auch Landesstraßen montiert werden. Insgesamt wurden so in den vergangen 10 Jahren 14.000 Euro investiert, um Wildunfällen vorzubeugen.

 

Gutes Miteinander von Politik und Jägerschaft

SPD-Fraktionschef Dr. Frank Schmidt ging im Laufe des Ortstermins auch auf die geplante Abschaffung der Jagdsteuer ein. Die SPD-Kreistagsfraktion habe die Bagatellsteuern schon länger mit einem großen Fragezeichen betrachtet, schließlich sei hier die Verhältnismäßigkeit bezüglich des bürokratischen Aufwandes kaum gegeben. „Nun gibt uns die gute finanzielle Situation des Kreises die Chance, die Jagdsteuer und auch die Schankerlaubnissteuer abzuschaffen,“ so Schmidt weiter. Der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung betonte das gute Miteinander von Politik und Jägerschaft im Landkreis, für die das Wildreflektoren-Projekt nur ein Beispiel unter vielen sei. Die Überprüfung der Bagatellsteuern – wie der Jagsteuer – sei deshalb das richtige Signal.

 

Zahlen sprechen für Reflektorenprojekt

Und unabhängig von der geplanten Abschaffung der Jagdsteuer wollen die Sozialdemokraten das Projekt „Wildreflektoren“ in jedem Fall fortsetzten, wie der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Christian Radkovsky bekräftigte: „Schließlich kann hier mit einem vergleichsweise geringen Aufwand ein viel größerer Schaden für Mensch und Natur vermieden werden,“ so Radkovsky. Die Zahlen sprechen in jedem Fall für das Projekt: Denn obwohl die deutlich erhöhte Verkehrsdichte eher einen starken Anstieg befürchten ließ konnte – dank Reflektoren – die Zahl der Wildunfälle im Kreisgebiet in den vergangenen 10 Jahren sogar um 5% gesenkt werden.  © Christian Radkovsky

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