Staatssekretärin Tappeser besucht Europas größte Grenzkontrollstelle am Frankfurter Flughafen

Staatssekretärin Tappeser besucht Europas größte Grenzkontrollstelle am Frankfurter Flughafen

Dr. Beatrix Tappeser: „Der Frankfurter Flughafen liegt zwar mitten in Hessen, ist aber trotzdem eine EU-Außengrenze. Darum ist eine effektive und gründliche Kontrolle der eingeführten Waren unerlässlich“ 

„In einer zusammenwachsenden Welt der offenen Grenzen und des internationalen Handels sind effektive Kontrollen von enormer Bedeutung. Die Tierärztliche Grenzkontrollstelle Hessen am Frankfurter Flughafen ist eine der größten Grenzkontrollstellen Europas und damit ein wichtiges Tor nach Hessen, Deutschland und die ganze EU. Der europäische Binnenmarkt macht es erforderlich, an dessen Außengrenzen die Einhaltung EU-weit einheitlicher Importvorschriften zu überwachen. Dies dient dem Schutz der einheimischen Tierbestände sowie dem Verbraucherschutz. Ebenso wird auf die Einhaltung von Transport- und Hygienebedingungen geachtet“, betonte Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Verbraucherschutzministerium, bei ihrem Besuch der Tierärztliche Grenzkontrollstelle Hessen (TGSH) am Flughafen Frankfurt. Hier werden Tiere, tierische Produkte und Lebensmittel aus der ganzen Welt bei der Einfuhr in die Europäische Union kontrolliert.

Als eine Abteilung des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor (LHL) ist die TGSH mit den Laboren des LHL vernetzt. Diese Konstellation ist europaweit einmalig, denn weiterführende Untersuchungen können bei Bedarf unmittelbar in den spezialisierten veterinärmedizinischen und lebensmittelchemischen Laboren des LHL durchgeführt werden. Die Entnahme der dafür erforderlichen Proben findet durch die TGSH statt. Zwischen den Standorten erfolgt über Nacht dann ein temperaturgeführter Probentransport, sodass die Proben vom Flughafen bereits am nächsten Morgen untersucht werden können. „Die TGSH besteht aus zwei getrennten Kontrollzentren: Der Tierstation für die Abfertigung von lebenden Tieren sowie dem Perishable Center für die Abfertigung von Waren pflanzlichen und tierischen Ursprungs, Bedarfsgegenständen, Tabakerzeugnissen und kosmetischen Produkten“, erläuterte Professor Hubertus Brunn, Direktor des Landeslabors.

Viele unterschiedliche Tierarten werden während ihres Aufenthaltes in der Tierstation bei der Ein-, Aus- und Durchfuhr überprüft. Im vergangenen Jahr durchliefen unter anderem Antilopen, Tigerwelpen, Pferde, Zuchtschweine aber auch mehrere Millionen Zierfische und sogar Futtertiere wie Angelwürmer die Kontrollen. „Zu den Aufgaben der TGSH zählen vor allem die Vermeidung der Einschleppung von Tierseuchen und der Schutz von Tieren beim Transport. Letzteres beinhaltet auch die Überwachung der artgerechten Unterbringung und Versorgung vor Ort, sowie die Zulassungen der Fluggesellschaften für Tiertransporte“, erklärte der Direktor.

Im Perishable Center wird ein breites Spektrum der unterschiedlichsten Waren bei der Einfuhr kontrolliert. Tierische und pflanzliche Lebensmittel aus Drittländern werden beprobt und auf potentielle Risiken untersucht. Hierbei werden immer wieder überraschende Ergebnisse erzielt. Beispielsweise konnte der LHL in exotischen Kräutern bis zu 13 verschiedene Pestizide über den gesetzlichen Höchstmengen nachweisen. Ob Wasserpfeifentabak, Kunststoffküchenartikel, Schneckenschleim für Kosmetika, Seidenraupenproteine für den Glanzeffekt im Haarshampoo oder Wollwachs für Möbelpolituren – all dies gehört hier zum Abfertigungsalltag. „Wer als Tourist oder Geschäftsreisende am Frankfurter Flughafen ist, macht sich sicher keine Vorstellung davon, was hier alles noch eingeführt wird und kontrolliert werden muss. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier machen eine sehr gute Arbeit und haben eine Arbeitsplatz, der sicher nicht alltäglich ist“, so Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser.

„Im Rahmen der Reiseverkehrskontrolle in den Terminals wird stichprobenartig das Gepäck der Flugreisenden, die aus Nicht-EU-Ländern einreisen, kontrolliert. Wir überprüfen ebenso die Einfuhrfähigkeit von Heimtieren wie Hunde, Katzen und Frettchen“, erläuterte Brunn weiter. Auch Kontrollen von Postpaketen würden regelmäßig durchgeführt. Ziel sei es, gemeinsam mit dem Zoll zum Schutz vor Tierseuchen die illegale Einfuhr verbotener Lebensmittel und anderer Waren zu verhindern.

Das gewaltige Kontrollaufkommen in der Tierstation sowie im Perishable Center belief sich in der Vergangenheit und aktuell durchschnittlich auf insgesamt etwa 50.000 Sendungen jährlich. Davon betrafen 20.000 Sendungen lebende Tiere und etwa 30.000 Sendungen Lebensmittel und Waren tierischen Ursprungs. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie wichtig die Arbeit des Landeslabors mit seiner TGSH für den Verbraucherschutz in Hessen und Europa ist“, so Staatssekretärin Tappeser abschließend.

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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