„Pilze sind unersetzbarer Teil des Lebensnetzes in der Natur“ · Umweltstaatssekretärin besucht Pilzausstellung im Museum Wiesbaden.

„Pilze sind unersetzbarer Teil des Lebensnetzes in der Natur“ · Umweltstaatssekretärin besucht Pilzausstellung im Museum Wiesbaden.

„Bald beginnt die Zeit der Pilzsammler. Doch Pilze sind nicht nur Delikatessen, sondern sie sind für uns Menschen und die Natur von herausragender Bedeutung. Die Ausstellung im Museum Wiesbaden zeigt das auf eindrückliche Weise“, erklärte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser am Donnerstag bei ihrem Besuch der Ausstellung „Pilze – Nahrung, Gift und Mythen“ im Museum Wiesbaden. Das Umweltministerium unterstützt die Pilzausstellung, indem ein Mitarbeiter des Umweltministeriums die Vorbereitung als Kurator begleitete.

Die Ausstellung zeigt auf mehr als 1.100 Quadratmetern insgesamt 1.300 detailgetreue Pilzpräparate und betont deren Bedeutung für Mensch, Natur und Umwelt. Zentrale Fragen sind dabei: Was sind Pilze und wo sind sie zu finden? Welchen Nutzen und Schaden haben sie für uns Menschen? Wie haben bereits frühere Kulturen von ihnen profitiert?

„Noch wissen wir sehr wenig über die Welt der Pilze. Klar ist jedoch, dass unsere Ökosysteme ohne sie nicht funktionieren könnten. So gehen Pilze mit anderen Lebewesen Symbiosen ein. Bei der Verbindung von Pflanzen und Pilzen (Mykorrhizen) haben beide Partner einen Vorteil: Pilze liefern der Pflanze Wasser und Nährsalze und der Pilz wird von der Pflanze mit Zucker versorgt. Fast alle Pflanzen auf dem Land sind auf diese Verbindung angewiesen“, erklärte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser.

In der Ausstellung können Besucherinnen und Besucher diese geheimnisvolle Pilzwelt unter Mikroskopen entdecken oder unter fünf Meter hohen Pilzmodellen die Ameisenperspektive einnehmen. Vom Auwald, den Mooren, Misch- und Laubwald über den Nadelwald bis zum Magerrasen lässt sich in der Ausstellung die Artenvielfalt von Pilzen erkunden. „Besonders für das Ökosystem Wald sind Pilze von großer Bedeutung. Sie zersetzen organisches Material wie Holz oder Laub und verarbeiten dieses für den Nährstoffkreislauf“, so Dr. Beatrix Tappeser.

Doch nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch nutzt Pilze auf vielfältige Art und Weise. Er verwendet Hefepilze zur Herstellung von Wein, Bier und Backwaren. In der Biotechnologie spielen Pilze eine große Rolle und die Entdeckung des Antibiotikums Penicillin hat die moderne Medizin revolutioniert. „Das zeigt, dass Biodiversität, also die Vielfalt von Tieren, Pflanzenarten und eben auch Pilzen, auch für uns Menschen lebensnotwendig ist“, so die Staatssekretärin.

Die Ausstellung im Museum Wiesbaden thematisiert diese unterschiedlichen Funktionen von Pilzen und geht auch auf besondere Verarbeitungen ein. Leuchtend bunte, pilzgefärbte Wollstränge, Seidentücher, Farbpulver zur Kriegsbemalung oder Utensilien des Schamanismus können Besucherinnen und Besucher bewundern. Die Ausstellung spricht Groß und Klein an. Für Kinder machen Mitmachstationen wie Quizzspiele, 3D-Wand, Pilzpuzzle, Zeichenbretter, Mikroskopierstationen, Riechstation oder Pilzmärchen einen Besuch im Museum interessant. „Der Besuch lohnt sich und ist eine spannende Reise, die unsere Perspektive für die Wichtigkeit der Zusammenhänge in der Natur schärft“, betonte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser.

Die Ausstellung ist noch bis zum 5. August 2018 im Museum Wiesbaden zu sehen. Mehr Informationen: https://museum-wiesbaden.de/pilze

© Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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