Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Schul- und Ausbildungsende lassen Jugendarbeitslosigkeit steigen: 203 Arbeitslose mehr als im Juni, 199 weniger als im Vorjahr

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Limburg-Wetzlar: Schul- und Ausbildungsende lassen Jugendarbeitslosigkeit steigen: 203 Arbeitslose mehr als im Juni, 199 weniger als im Vorjahr

. Arbeitslosenquote steigt im Juli um 0,3 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent . Im Vorjahresvergleich gab es im Agenturbezirk 149 Arbeitslose weniger . LDK: 313 Arbeitslose mehr als im Vormonat, 50 mehr als vor einem Jahr . LM-WEL: 203 Arbeitslose mehr als im Juni, 199 weniger als im Vorjahr . Beschäftigung 2016 in beiden Landkreisen unterschiedlich angestiegen . Agenturchefin appelliert an Betriebe und Ausbildungsbewerber, jetzt flexibler zu handeln

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Limburg-Wetzlar waren im Juli 2017 insgesamt 11.595 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 5,1 Prozent, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Im Juni lag die Zahl der Arbeitslosen bei 11.744, die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent. Vor einem Jahr waren 11.636 Menschen im Bezirk ohne Beschäftigung –  die Quote lag seinerzeit bei 5,2 Prozent.

Von den insgesamt 11.595 arbeitslosen Personen waren 3.631 bei den Arbeitsagenturen in Limburg, Wetzlar und Dillenburg gemeldet. 2.568 Arbeitslose wurden beim Jobcenter Limburg-Weilburg gezählt. 5.396 Arbeitslose meldete das Kommunale Jobcenter des Lahn-Dill-Kreises.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist saisontypisch und findet seine Ursachen insbesondere im Schuljahres- und Ausbildungsende junger Menschen“, berichtete die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Limburg-Wetzlar, Angelika Berbuir bei Vorlage der Arbeitsmarktdaten für den Juli 2017. Zudem belaste auch das Quartals- und Halbjahresende im Juli jeweils den Arbeitsmarkt, weil etliche Kündigungsfristen an diese Termine geknüpft seien. Auch mache sich zunehmend die Zahl arbeitsloser Fluchtmigranten auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Dies gelte insbesondere für den Lahn-Dill-Kreis. Erfahrungsgemäß werde sich die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen bis zum Herbst wieder deutlich reduzieren, da die meisten Schulabgänger in den kommenden Wochen eine Lehre, Schul- oder Hochschulausbildung aufnehmen werden. Zudem finde die überwiegende Anzahl der Ausbildungsabsolventen, die nach ihrer betrieblichen Ausbildung nicht übernommen wurden, zeitnah nach den Sommerferien einen beruflichen Erstansatz.

Die Agenturchefin warf noch einen Blick auf die Beschäftigungslage im Agenturbezirk. Mit einem Plus von 2,3 Prozent bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten habe der Kreis Limburg-Weilburg zum Jahresende 2016, dessen Zahlen nunmehr vorliegen, einen deutlichen Arbeitsplatzgewinn ausgewiesen. Im Lahn-Dill-Kreis habe die Dynamik hingegen nachgelassen. Mit einem Arbeitsplatzzuwachs von 0,5 Prozent habe man hier deutlich unter dem Hessenschnitt von 2,3 Prozent gelegen.

Mit Blick auf das am 1. August beginnende Ausbildungsjahr und die derzeit noch 811 unbesetzten Ausbildungsstellen im Agenturbezirk appellierte Berbuir an die Unternehmen, auch noch Jugendlichen eine Chance zu geben, die nicht ,zu einhundert Prozent‘ dem Anforderungsprofil entsprechen. Die Arbeitsagentur könne durch ausbildungsbegleitende Hilfen oder die assistierte Ausbildung helfen, entsprechende Defizite auszugleichen. An die noch unversorgten Jugendlichen in beiden Landkreisen richtete sie den Wunsch, sich spätestens jetzt hinsichtlich des Berufswunsches oder des Ausbildungsortes weiter zu flexibilisieren, um noch einen Ausbildungsplatz zu finden. Erfahrungsgemäß seien viele Unternehmen bereit, noch bis zum Oktober neue Ausbildungsverhältnisse einzugehen.

Kreis Limburg-Weilburg:

Die Arbeitslosenquote lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg bei 4,5 Prozent und somit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vormonat. Im Juli 2016 betrug die Quote 4,7 Prozent. In absoluten Zahlen: 4.103 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 203 mehr als im Juni (+5,2 Prozent) und 199 weniger als vor einem Jahr (-4,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Kreis Limburg-Weilburg 4,8 Prozent. 4.392 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 37,4 Prozent (1.535 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 166 Personen (+12,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 58 Arbeitslose (+3,9 Prozent) gestiegen. 62,6 Prozent (2.568 Personen) aller gemeldeten Arbeitslosen waren im Juli beim Jobcenter Limburg-Weilburg gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Anstieg um 37 Arbeitslose (+1,5 Prozent). Gegenüber Juli 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 9,1 Prozent (257 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.441 Arbeitslose und beim Jobcenter 2.951 Arbeitslose gemeldet.

Bei den arbeitslosen Männern war im letzten Monat ein Zuwachs um 88 Betroffene (+4,2 Prozent) auf 2.185 Arbeitslose zu verzeichnen. Die Zahl arbeitsloser Frauen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 115 Personen auf 1.918 Betroffene (+6,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 155 Arbeitslose (-6,6 Prozent), bei den Frauen um 44 Arbeitslose (-2,2 Prozent) ab. 2016 waren jahresdurchschnittlich 2.430 Männer und 1.962 Frauen arbeitslos gemeldet.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Juli um 19,9 Prozent oder 85 Arbeitslose gestiegen. Aktuell sind 512 Arbeitslose jünger als 25 Jahre. Im Vorjahresvergleich ist ein Anstieg um 29 Jugendliche, bzw. 6,0 Prozent festzustellen. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 424 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den älteren Arbeitslosen (50+) hat sich die Zahl im aktuellen Monat um 9 Betroffene (+0,7 Prozent) auf 1.220 Arbeitslose erhöht. Sie liegt damit um 132 Personen oder 9,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei der Limburger Arbeitsagentur und dem Jobcenter Limburg-Weilburg 1.372 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juli im Kreis Limburg-Weilburg bei 345 Personen und damit um 2 Personen oder 0,6 Prozent über dem Juni-Wert. Gegenüber Juli 2016 war ein Rückgang um 2 arbeitslose Schwerbehinderte zu verzeichnen (-0,6 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 367 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Landkreis 1.060 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 48 arbeitslose Ausländer mehr als im Juni (+4,7 Prozent) und 70 mehr (+7,1 Prozent) als vor Jahresfrist. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.140 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Im Juli 2017 erteilten die Unternehmen und Verwaltungen den Arbeitgeberservices von Arbeitsagentur und Jobcenter 424 Vermittlungsaufträge. Dies war eine Stelle mehr als im Juli letzten Jahres (+0,2 Prozent). 2016 wurden insgesamt 4.977 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2016 vor. Zum 31. Dezember 2016 gab es im Kreis Limburg-Weilburg 51.843 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 1.335 Beschäftigte mehr als im vierten Quartal 2015. Der Veränderungswert lag bei +2,6 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zu. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie verzeichnen. 293 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 6,0 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem das Gesundheitswesen (245 / 4,9 Prozent) und das Baugewerbe (175 / 3,8 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: „Heime und Sozialwesen“ (-46 / -1,4 Prozent), die Arbeitnehmerüberlassung (-42 / -3,0 Prozent) sowie die Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-15 / -1,1 Prozent).

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich im Landkreis Limburg-Weilburg 1.572 Ausbildungssuchende. Dies waren 6 Jugendliche oder 0,4 Prozent weniger, als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 255 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 358). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.053 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 69 Stellen bzw. 6,2 Prozent weniger, als vor einem Jahr. 363 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2016 waren noch 338 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,67 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,71 Stellen.

 

Lahn-Dill-Kreis:

Im Lahn-Dill-Kreis lag die Arbeitslosenquote im Juli bei 5,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem Vormonatswert. Im Juli 2016 betrug die Quote ebenfalls 5,5 Prozent. In absoluten Zahlen: 7.492 Personen waren im letzten Monat als arbeitslos registriert. Das waren 313 mehr als im Juni  (+4,4 Prozent) und 50 mehr als vor einem Jahr (+0,7 Prozent). Im Jahresdurchschnitt 2016 betrug die Arbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis 5,5 Prozent. 7.521 Personen waren 2016 durchschnittlich arbeitslos gemeldet.

Im aktuellen Monat wurden 28,0 Prozent (2.096 Personen) der gemeldeten Arbeitslosen von der Agentur für Arbeit betreut. Somit ist die Zahl der Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) innerhalb eines Monats um 290 Personen (+16,1 Prozent) und im Vergleich zum Vorjahr um 132 Arbeitslose (+6,7 Prozent) angestiegen. 72,0 Prozent (5.396 Personen) aller Arbeitslosen waren im Juli beim kommunalen Jobcenter Lahn-Dill gemeldet. Das Jobcenter verzeichnet somit im Vormonatsvergleich einen Zuwachs von 23 Arbeitslose (+0,4 Prozent). Gegenüber Juli 2016 hat sich die Arbeitslosigkeit hier um 1,5 Prozent (82 Personen) reduziert. Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Gleiches gilt für Erwerbslose, die kein Arbeitslosengeld I beziehen, deren Lebensunterhalt jedoch anderweitig gesichert ist. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosegeld II, umgangssprachlich ,Hartz IV‘) angewiesen sind, ist das Jobcenter zuständig. Maßgeblich für die erheblichen Verschiebungen zwischen den beiden Rechtskreisen ist unter anderem eine zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene Rechtsänderung. Mit ihr wechselte die Zuständigkeit für sogenannte „Aufstocker“ (Parallelbezieher von Arbeitslosengeld I und Arbeitslosengeld II) von den Jobcentern zu den Agenturen für Arbeit. Im Schnitt des Jahres 2016 waren bei der Arbeitsagentur 1.963 Arbeitslose und beim Jobcenter 5.557 Arbeitslose gemeldet.

Die Anzahl arbeitsloser Männer stieg im Lahn-Dill-Kreis gegenüber dem Vormonat um 140 auf 4.030 Arbeitslose (+3,6 Prozent). Die Zahl arbeitsloser Frauen erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 173 Personen auf 3.462 Betroffene (+5,3 Prozent). Im Vorjahresvergleich nahm die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 11 Arbeitslose (+0,3 Prozent), bei den Frauen um 39 Arbeitslose (+1,1 Prozent) zu. 2016 waren jahresdurchschnittlich 4.065 Männer und 3.456 Frauen arbeitslos gemeldet. 2015 waren es 4.130 Männer und 3.753 Frauen.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat um 177 Personen oder 24,4 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Juli 2016 hat sie sich um 97 Personen (+12,1 Prozent) erhöht. Aktuell sind 901 Jugendliche unter 25 Jahren als Arbeitslose gemeldet. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 712 unter 25jährige von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei den 50jährigen und älteren lag die Zahl der Arbeitslosen im abgelaufenen Monat bei 2.460 Personen und nahm damit im Vergleicht zum Vormonat um 23 (+0,9 Prozent) zu. Gegenüber Juli 2016 ist bei diesem Personenkreis ein Rückgang von 109 älteren Arbeitslosen (-4,2 Prozent) festzustellen. Im Jahresdurchschnitt 2016 waren bei den Arbeitsagenturen in Wetzlar und Dillenburg sowie beim kommunalen Jobcenter des Lahn-Dill 2.631 ältere Arbeitslose gemeldet.

Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen lag im Juli im Lahn-Dill-Kreis bei 797 Personen und damit um 12 Betroffene oder 1,5 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Im Vergleich zum Juli 2016 war ein Rückgang von 17 arbeitslosen Schwerbehinderten zu verzeichnen (-2,1 Prozent). Im Jahr 2016 waren jahresdurchschnittlich 830 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Berichtsmonat waren im Lahn-Dill-Kreis 2.177 Ausländer als arbeitslos registriert. Dies waren 47 arbeitslose Ausländer mehr als im Juni (+2,2 Prozent) sowie 230 mehr (+11,8 Prozent) als im Juli letzten Jahres. Im Durchschnitt des Jahres 2016 waren 1.937 Ausländer von Arbeitslosigkeit betroffen.

Der Zugang gemeldeter Arbeitsstellen lag in diesem Monat erneut über dem Vorjahresniveau. 581 Vermittlungsaufträge bedeuten ein Plus von 32 Stellen oder 5,8 Prozent gegenüber Juli 2016. 2016 wurden insgesamt 6.491 Stellenangebote zur Besetzung gemeldet.

 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung:

Aktuell liegen die Daten des vierten Quartals 2016 vor. Zum 31. Dezember 2016 gab es im Lahn-Dill-Kreis 91.374 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Arbeitsort. Dies waren 416 Beschäftigte mehr als im vierten Quartal 2015. Der Veränderungswert lag bei +0,5 Prozent. Hessenweit nahm die Beschäftigung im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent zu. Das aktuell beleuchtete Quartal ist von erheblichen Verschiebungen zwischen den Wirtschaftsgruppen „Erziehung und Unterricht“ sowie „sonstigen Dienstleistungen“ und „Heime und Sozialwesen“ gekennzeichnet, die allerdings weniger auf tatsächlich neu entstandene oder untergegangene Arbeitsplätze, sondern viel mehr auf die Neuzuordnung vorhandener Arbeitsplätze innerhalb der verschiedenen Klassifikationen zurückzuführen sind. Die höchsten Arbeitsplatzzuwächse kann der Bereich Erziehung und Unterricht verzeichnen. 642 zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Anstieg von 43,3 Prozent der Beschäftigten dieser Branche. Weitere deutliche Beschäftigungsgewinne verbuchten vor allem der Wirtschaftszweig „Heime und Sozialwesen“ (260 / 4,1 Prozent) und die „sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (ohne Arbeitnehmerüberlassung)“ (165 / 6,8 Prozent). Arbeitsplatzverluste weisen hingegen folgende Wirtschaftszweige aus: „Sonstige Dienstleistungen, Private Haushalte“ (-1.109 / -28,8 Prozent), die „Herstellung überwiegend häuslich konsumierter Güter“ (-97 / -5,0 Prozent) und das Gesundheitswesen (-87 / -1,3 Prozent).

 

Ausbildungsmarkt:

Von Oktober 2016 bis Juli 2017 meldeten sich im Lahn-Dill-Kreis 1.834 Ausbildungssuchende. Dies waren 75 oder 3,6 Prozent weniger als in der vergleichbaren Vorjahresperiode. 354 dieser Jugendlichen sind derzeit noch unversorgt (Vorjahreswert: 425). Demgegenüber meldeten die heimischen Unternehmen und Verwaltungen bislang insgesamt 1.488 freie Ausbildungsstellen. Dies sind 158 Stellen bzw. 11,9 Prozent mehr, als vor einem Jahr. 448 dieser Lehrstellen sind bislang noch unbesetzt. Ende Juli 2016 waren noch 400 Ausbildungsstellen frei. Auf einen Ausbildungssuchenden kommen derzeit statistisch gesehen 0,81 gemeldete Ausbildungsstellen. Im Vorjahr waren es 0,70 Stellen. © Agentur für Arbeit

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