Willsch: Männergesangsvereine müssen weiterhin steuerbegünstigt bleiben

Willsch: Männergesangsvereine müssen weiterhin steuerbegünstigt bleiben

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch spricht sich klar dafür aus, dass Vereine weiterhin als steuerbegünstigt anerkannt werden – auch wenn eine Mitgliedschaft an ein bestimmtes Geschlecht gebunden ist. Der Bundesfinanzhof entschied in einem jüngst veröffentlichten Urteil, dass eine Freimaurerloge nicht von der Körperschaftsteuer befreit werden darf, weil die Loge traditionell nur Männer aufnimmt. Dieses Urteil könnte weitreichende Folgen für andere Vereine haben, befürchtet nicht nur Willsch, sondern auch viele Männergesangsvereine, Frauenchöre usw. selbst.

„Das Thema betrifft nicht nur die Freimaurer, zu denen ich gar keinen Bezug habe, sondern auch Männergesangsvereine, Frauenchöre, Schützenvereine aber auch Frauenhäuser. Mich haben viele Anfragen von Vereinsmitgliedern erreicht. Alle fragen sich: ‚Sind wir als nächstes dran?‘“, erklärt Willsch. Das wäre ein Nackenschlag für die deutsche Vereinskultur. Der Bundesfinanzhof wies in einer Pressemitteilung selbst darauf hin, dass sich das Urteil „auch auf Vereine auswirken [könnte], die die Gemeinnützigkeit in Anspruch nehmen, aber wie zum Beispiel Schützenbruderschaften, Männergesangsvereine oder Frauenchöre Männer oder Frauen ohne sachlichen Grund von der Mitgliedschaft ausschließen.“

„Es ist absurd, dass wir heutzutage solche Themen überhaupt diskutieren. Der sachliche Grund, nur Frauen in einen Frauenchor aufzunehmen, ist doch gerade, dass es ein Frauen- und kein gemischter Chor sein soll. Wir müssen gewaltig aufpassen, dass bei der Umsetzung dieses Urteils nicht unser halbes Ehrenamt abgeschossen wird. Ich werde mich massiv gegen diesen von Genderwahn getriebenen Angriff auf unsere deutsche Vereinskultur wehren“, erklärt Willsch. Der Bundestagsabgeordnete wandte sich umgehend an das Bundesministerium der Finanzen und forderte eine entsprechende Klarstellung. Zumindest für Frauenhäuser wollte das Ministerium Entwarnung geben. Der Ausschluss von Männern bei der Betreuung schutzbedürftiger Frauen in einem Frauenhaus sei ein sachlicher Grund.

Die praktische Umsetzung des Urteils sowie eine mögliche Veröffentlichung im Bundessteuerblatt wird das Bundesministerium nun gemeinsam mit den Ländern erörtern. Der Bundestagsabgeordnete richtet noch einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger seines Wahlkreises: „Bitte schicken Sie mir möglichst viele praktische Beispiele aus Ihrem Vereinsalltag. Ich werde diese gebündelt an den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seinen hessischen Kollegen Thomas Schäfer weiterleiten. Jetzt heißt es wachsam bleiben. Notfalls müssen wir Parlamentarier als Gesetzgeber ran!“ © Büro Klaus-Peter Willsch MdB

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