Ehrungen, Ernennungen, Beförderungen und Überraschungen – Eine spannende gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Hünfeldener Feuerwehren in Heringen

Gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Hünfeldener Feuerwehren für das Jahr 2017: Entlastung für das Ehrenamt gefordert
207 Feuerwehrleute in sieben Ortsteilen·85 Einstäze und rund 30.000 geleistete Stunden – Feuerwehr Hünfelden 

Hünfelden.  Die Ortsteile der Gemeinde Hünfelden (Heringen, Dauborn, Kirberg, Mensfelden, Nauheim, Neesbach und Ohren) sind stolz auf eine starke Feuerwehr – 203 aktive Feuerwehrleute (davon 14 Neuzugänge und zwei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr) sind eine stolze Zahl und das Ergebnis einer erfolgreichen Entwicklung. Zum Zeitpunkt der Versammlung waren es sogar schon 207 Aktive. Mit dem Projekt “Zukunft Feuerwehr” konnten der zweite Platz beim “Goldenen Sammlerstück” erreicht werden und es folgte die Auszeichnung zur Feuerwehr des Monats seitens des hessischen Innenministeriums. Neben der Abarbeitung von Maßnahmen zur Motivation der Einsatzkräfte, wurden in der Summe noch weit über 28.766 dokumentierte Stunden für die Wehren geleistet, von denen alleine 3.022 Stunden für Einsätze und 3.370 Stunden für Lehrgänge und Seminare anfallen. Das Stundenaufkommen kann man gleichsetzen mit 18 Vollzeitkräften. Weit über 30.000 Stunden kämen zusammen, würde man die nicht dokumentierten Stunden sowie die zahlreichen Engagements im Bereich des Katastrophenschutzes und des Kreisfeuerwehrverbandes hinzuzählen. Ein weiterer enormer Anstieg des Stundenaufkommens findet sich im Bereich Prüfung/Wartung sowie der adminstrativen Verwaltung, berichtet Gemeindebrandinspektor Mario Bauer und wünscht eine Entlastung der betreffenden Stellen durch hauptamtliche Kräfte oder eine interkommunale Zusammenarbeit.

27 Brände, 25 Hilfeleistungen, 25 Brandsicherheitsdienste, 3 Fehlalarme und 5 Dienstleistungen bedeuten alle 4,3 Tage ein Einsatz – in Summe 85 Einsätze, bei denen fünf Menschen das Leben gerettet werden konnte. Erstmals war die technische Einsatzleitung bei den Unwettereinsätzen im Juni in Betrieb.

Im Einsatz- und Übungsbetrieb haben sich die drei Löschgemeinschaften weiter gefestigt und sehr positiv entwickelt, resümiert Bauer. Ohren bekam im Dezember das neue Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W „Florian Hünfelden 7-48“ und im Sommer konnte ein neues Führungsfahrzeug der Kommandowagen KdoW in Dienst gestellt werden.Dauborn freut sich schon auf das neue Löschfahrzeug LF10 KatS, welches in diesem Jahr kommen wird. Im Bereich der Ausbildung ist Hünfelden weiter sehr motiviert und fleißig – in der Summe wurden 143 Lehrgänge und Seminare extern erfolgreich absolviert, ergzänt wird dies durch weitere kommunale Fortbildungen.

Die Teilnahme an den Feuerwehrleistungsübungen war für Hünfelden im Vorjahr ebenfalls sehr erfolgreich: Die Mannschaft Dauborn I: 3. Platz, Neesbach 6. Platz, Dauborn II: 9. Platz und Ohren mit dem 14. Platz.

Mit zwei Neugründungen gibt es seit 2017 nun in jedem Ortsteil eine Kinderfeuerwehr mit bereits ingesamt 87 Kindern, die am ersten Hünfeldener Kinderfeuerwehrtag teilnahmen. 75 Jugendliche sind in der nächsten Stufe, der Jugendfeuerwehr ständig aktiv, der auch einen Hünfeldener Jugendfeuerwehrtag ausrichtete. Beim Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren errang Kirberg 3x den 1. Platz, 1x den 2. Platz und Hünfelden gemischt den 3. und 4. Platz. Die Mädchenmannschaft aus Kirberg wurde Hessenmeister.

In der Gemeindejugendfeuerwehrsitzung wurden der Gemeindejugendfeuerwehrwart Oliver Ronshausen und sein Stellvertreter Stefan Wagner, die ihre Ernennungsurkunden zu Ehrenbeamten aus den Händen der Bürgermeisterin erhielten.

Strahlende Kinderaugen gibt es seit einem Vierteljahrhundert aktiver Brandschutzerziehung an der Schule in Dauborn – das Jubiläum wird in diesem Jahr noch gefeiert. Die Brandschutzerziehung geht jedoch auch aufklärend in Flüchtlingsunterkünften und Seniorenheimen weiter.

Die Versammlung in Hünfelden durfte auch Helmut Jung als ersten Kreisbeigeordneten begrüßen. Jung lobte das ausgezeichnete “Projekt Feuerwehr”, welches auch Bürgermeisterin und Feuerwehr-Dienstherrin Silvia Scheu-Menzer intensiv mitbegleitet und unterstützt. Sie steht hinter ihrer Wehr und überreichte Ehrungen und Auszeichnungen mit großer Herzlichkeit.

Der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes, Bernd Rompel überraschte die Versammlung mit dem Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes in Bronze für Bernhard Stein und mindestens fünf Jahre Tätigkeit im Verein, Thorsten Kees mit dem Abzeichen in Silber für mindestens 10 Jahre und Michael Crecelius für mindestens 15 Jahre mit dem goldenen Abzeichen. Bernhard Stein erhielt überdies noch das Deutsche Feuerwehr-Fitnessabzeichen in Silber für die erreichten sportlichen Erfolge.

Mit stehenden Ovationen der Kameraden wurden die Ernennungen zu Ehrenwehrführern bedacht, mit denen Reinhold Frosch (Neesbach) und Arndt Preußer (Kirberg) überrascht wurden.

Verabschiedet aus dem aktiven Dienst wurden Frank Seel (Mensfelden), Herbert Weiser (Kirberg), Manfred Horn (Kirberg), Norbert Schöffler (Heringen) und Volker Conrad (Heringen).

Zu Brandmeistern befördert wurden Thomas Speth (Ohren), Stefan Preußer (Neesbach) und Sebastian Schmidt (Kirberg).

Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten für 10 Jahre:

Tim Arthen (Ohren), Marco Buchmann (Kirberg), Marlen Kübeler (Heringen), Isabell Müller (Kirberg), Nick Netter (Nauheim), Mike Plura (Heringen), Michael Seel (Mensfelden), Tilman Wies (Neesbach) und Martin Wilhelm (Nauheim).

für 20 Jahre: Mario Eisel (Ohren), Jens Reichardt (Kirberg), Tina Schneeberger (Neesbach), und Christoph Spang (Dauborn)

für 30 Jahre: Bernd Hofbauer (Mensfelden), Thorsten Kees (Kirberg), Matthias Losert (Nauheim), Uwe Nemetz (Nauheim) und Etienne Trapp (Mensfelden).

für 40 Jahre: Manfred Horn (Kirberg),der den Betrag seiner Feuerwehr stiftete, Uwe Schneeberger (Neesbach), Eckhard Wagner (Neesbach)

Mit dem silbernen Brandschutz-Ehrenzeichen konnten ausgezeichnet werden:

Tina Schneeberger (Neesbach), Hans-Jürgen Gratzkowski (Heringen), Volker Heimann (Dauborn), Thomas Wagner (Dauborn), Ulrike Hofbauer (Mensfelden) und Sebastian Schlesies (Kirbberg).

Das goldene Brandschutz-Ehrenzeichen konnte Manfred Horn, Erik Wenzhöfer und Klaus-Peter Jäger (alle Kirberg) verliehen werden.

Hedi Sehr von der Notfallseelsorge-Limburg-Weilubrg e.V. freute sich über die gute Zusammenarbeit mit den Wehren.

Ein kleiner Imbiss wurde zum Ende der Veranstaltung gereicht, bevor der gemütliche Teil begann. Mehr Informationen zur Arbeit der Wehren in Hünfelden und den verschiedenen Möglichkeiten einer Beteiligung oder Förderung finden sich unter: http://www.feuerwehr-huenfelden.de/

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