Stadt setzt auf E-Mobilität – Bestand an Fahrzeugen mit E-Antrieben soll aufgestockt werden

Stadt setzt auf E-Mobilität – Bestand an Fahrzeugen mit E-Antrieben soll aufgestockt werden

Die Stadt Limburg will ihren Bestand an Fahrzeugen mit E-Antrieben aufstocken. Der Magistrat hat daher beschlossen, der Stadtverordnetenversammlung für den Haushaltsplan des Jahres 2019 die weitere Bereitstellung finanzieller Mittel zu empfehlen. Rund 254.000 Euro werden für die Anschaffung von fünf Fahrzeugen sowie neun Ladestationen benötigt. Insgesamt will die Stadt in diesem und im kommenden Jahr rund 930.000 Euro in Fahrzeuge mit E-Antrieben investieren und erhofft sich dabei eine finanzielle Unterstützung aus Bundesmitten in Höhe von rund 507.000 Euro.

„Wir wollen damit ein deutliches Signal setzen und mit gutem Beispiel vorangehen“, sagt der 1. Stadtrat Michael Stanke. Mehr E-Fahrzeuge bedeuten weniger Schadstoffausstoß in der Stadt. Und es sind Fahrzeuge, die ständig in Limburg unterwegs sein werden, denn sie werden vom Bauhof genutzt. Jedes elektrische Fahrzeug ersetzt ein Dieselfahrzeug der bestehenden Flotte. „Unsere E-Fahrzeuge werden auf dem Bauhof ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen. In Zukunft werden wir unsere Erfahrungen auch Gewerbebetrieben aus dem Bau- und Dienstleistungssektor zur Verfügung stellen können, die sich für E-Fahrzeug interessieren“, so Stanke weiter.

In diesem Jahr ist die Anschaffung von vier E-Fahrzeugen geplant. Ein Dienstwagen für die Verwaltung, um Transportfahrten innerhalb der Stadt emissionsfrei vornehmen zu können. Drei Elektro-Transporter sollen auf dem Betriebshof Dieselfahrzeuge mit den Baujahren 1996, 1999 und 2006 ersetzen. Der Magistrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung darüber hinaus für die Anschaffung weiterer Fahrzeuge im Jahr 2019 ausgesprochen, dies ist von der Stadtverordnetenversammlung noch zu bestätigen.

Verbunden ist die Beschaffung mit der Förderrichtlinie „Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur. Mitte Dezember vergangenen Jahres wurde die Richtlinie veröffentlicht, am 31. Januar 2018 endete der Antragszeitraum. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne galt es den Bedarf zu erkunden, die Anträge zu stellen und nun ist noch der Beschluss der städtischen Gremien nachzureichen, bevor der Stadt ein Förderbescheid ausgestellt wird.

Im kommenden Jahr soll die Anschaffung eines Streetscooters für den Gerätewart der Feuerwehr vorgesehen werden, wenn die Politik zustimmt. Das Fahrzeug soll hauptsächlich in der Feuerwache Ste.-Foy-Straße geladen werden. Der Streetscooter weist für den Bedarf des Gerätewartes ein ausreichendes Ladevolumen auf und verfügt über die erforderliche Reichweite. Zwei Pritschenwagen mit E-Antrieb sind für Nutzfahrzeuge des Betriebshofs der Schadstoffklasse EURO 3 vorgesehen. Die Fahrzeuge mit einer Nutzlast von bis zu 3,5 Tonnen verfügen über eine Reichweite von 130 Kilometern. Hauptladeort für Energie soll der Betriebshof sein, dort müssen somit zusätzliche Lademöglichkeiten installiert werden. Zwei weitere Transporter mit einer Nutzlast von über 3,5 Tonnen sollen die Fahrzeugflotte ergänzen. Die Reichweite dieser Transporter liegt bei bis zu 280 Kilometern.

Die Fahrzeuge kommen nach den zurückliegenden Erfahrungswerten auf eine jährliche Laufleistung von rund 20.000 Kilometern, legen diese Leistung jedoch vor allem auf Kurzstrecken von rund zwei Kilometern pro Fahrt zurück.

Um die bisher schon im Vergleich sehr gute Ladeinfrastruktur in Limburg zu verbessern, sind für 2019 der Aufbau von sieben weiteren öffentlichen und zwei nicht öffentlichen Ladestationen vorgesehen und damit Bestandteil des Förderantrags. Die öffentlich zugänglichen Ladestationen sind für die Stadtteile eingeplant. Der Aufbau der Stationen soll dabei in Abstimmung mit der EVL vorgenommen werden, damit im Stadtgebiet eine möglichst homogene Ladeinfrastruktur gewährleistet ist.

„Wir sind optimistisch, dass unser Förderantrag genehmigt wird, denn mit der Umstellung auf E-Fahrzeuge wird die Schadstoffbelastung in der Stadt reduziert“, zeigt sich der 1. Stadtrat optimistisch.

„Nachhaltige Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für funktionierende Klimaschutzbemühungen. Verbrennungsmotoren produzieren immer noch einen erheblichen Anteil klimaschädlicher Emissionen“, sagt Kathrin Bieniek, Energie- und Klimaschutzbeauftragte der Stadt. Die neu angeschafften Fahrzeuge werden sauberer sein. Nach Angaben von Kathrin Bieniek kommt der Strom für die städtischen Liegenschaften und somit auch für die Ladestationen der Dienstwagen zu 100 % aus regenerativer Energie der EVL.

 

Bildtext: Ingo Fleger vom Betriebshof der Stadt Limburg ist mit einem E-Fahrzeug unterwegs, mit dem bisher einzigen des Betriebshofs. Das wird sich ändern, die Fahrzeugflotte soll auf E-Antrieb umgestellt werden.

© Johannes Laubach, Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Stadtmarketing und Touristik

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